III. Die aus der Immatrikulation fließenden Rechte. 1139
nostrae raorem depositum et studiosorum Albo adscrip-tuin esse').
III. Die aus der Immatrikulation fllessenden Rechte.
Wer in die Matrikel eingetragen war, galt als aka-demischer Bürger 2 ) und erfreute sich aller Rechteund Privilegien, welche den Studierenden an Hoch-schulen nach allgemeinem oder besonderem Rechte zu-kamen 3 ). Er war insbesondere in zivil- und strafrechtlichenDingen dem ordentlichen Richter entzogen und stand indieser doppelten Beziehung unter der Jurisdiktion der Uni-versität selbst resp. des Gubernators. Er konnte fernerteilnehmen an den öffentlichen Akten und Disputationen,akademische Grade anstreben und erlangen u. s. w. Auchdies kommt in den Studienzeugnissen zum Ausdruck. Soheißt es in einem dieser Zeugnisse: Quapropter aequm est,ut omnibus privilegiis et immunitatibus fruatur et gaudeat,quibus tarn nostrae quam aliarum universitatum studiosifruuntur et gaudenf). Die Relegation zog die Streichungdes Relegierten in der Matrikel und den Verlust der aka-demischen Rechte und Privilegien nach sich. In einer vom
i) II). I. 73.
2) Darum statt inscriptus est öfters auch: receptus oder sus-ceptus est.
■') Üher die Privilegien der Dillinger Universität vgl. G. U. D.150 ff. P. Thad. Werenko, Professor des kan. Rechtes in Dillingen,sagt in seinem Werke De iure et iniuria (Dilingae 1763), worin erauch auf die Einrichtung der Universität Dillingen zu sprechen kommt(p. 521): Pro studioso non habendum (esse), qui matriculae nondumest inscriptus, aut saltem proxime inscribendus et iam praesentatusAcademiae, quia matricula quasi possessionem confert. ... Nee obstat,quod in eadem Auth. (Habila) non flat mentio inscriptionis, quia hancpraesupponit, sine qua non est studiosus nee privilegiis gaudet. Inden ältesten Statuten der Universität Freiburg von 1460 heißt es:»Wer sich nicht immatrikulieren läßt oder vierzehn Tage lang keineCollegien besucht, hat keinen Anspruch auf die Privilegien und denSchutz der Universität«. Schreiber, Geschichte der Universität zuFreiburg i. Br. Fieib. 1868. I. 36.
<) Lib. test. I. 69. G. U. D, 662,' 72