Vi. Zahl der Immatrikulierten. Frequenz. 1177
E G nit unbekannter Cormnensalis ist, welcher enest zuDillingen ira Tantz und Neuchingerschen Gasterey zu mei-nem Verderben redlich geholfen« (Originalien des Dona-dorfer Archivs) 1 ).
Es mag noch erwähnt werden, daß die adeligen Aka-demiker meistens Philosophie oder Jurisprudenz studierten,selten Theologie und dies eben nur dann, wenn sie cano-nici an einer Dom- oder Kollegiatkirche waren resp. dieAnwartschaft auf ein Kanonikat hatten. Am häufigstenwerden genannt die Domkirchen in Augsburg, Eichstatt,Freising, Konstanz. Basel, Bamberg, Würzburg, Brixen,Speier, Mainz, Salzburg, die Kollegiatkirchen St. Monis,St. Peter und St. Gertrud in Augsburg, St. Peter in Dil-lingen, St. Andreas und St. Veit in Freising, St. Burkhardin Würzburg, St. Johann in Konstanz, Grönenbach (Dlöz.Augsburg) 2 ).
Ein großes Kontingent von Studierenden stellten dieKlöster. Schon im ersten Jahre schickte das KlosterIrsee 1 (1551, 50), das Kloster Ottobeuren 2 (53 u. 54),das Kloster St. Ulrich in Augsburg 3 (205-207), das Klo-ster St. Magnus in Füssen 2 Religiöse (220. 221). Auchspäter fehlten fast niemals Ordenszöglinge 3 ). Die Zahlwechselte. Insbesondere ist ein großer Unterschied wahr-zunehmen in der Zeit vor dem Schwedenkriege und nachdemselben. Die traurige Zeit hatte ja überhaupt auf dieFrequenz der Universität einen sehr nachteiligen Einflußgeübt, wie wir bereits gesehen haben.
Nunmehr einige Belege. 1607 befanden sich im Kon-vikt, im sogenannten Religiosenbau, unter den ca. 250Konviktoren 107 Ordensangehörige, darunter auch 2 Do-minikaner aus Wien. 1609 lebten darin 130 Religiöse aus
i) Die beiden letzten Notizen übermittelt durch Frhr. v. Stot-
/ ' I " ge 2 " über gewisse Vorzüge, welche die adeligen Studenten ge .nossen, namentlich das ius praecedentiae, siehe oben S. 1140 t.
3) Zur Zeit des Schwedenkriegs (1632-1634, 1636) und 1653sind keine Religiösen inskribiert.