VI. Zahl der Immatrikulierten. Frequenz. 1179
dere Orden sandten ab und zu ihre Studierenden nachDillingen, wie die regulierten Chor- und Spitalherrn zumHeiligen Geist in Memmingen, die Dominikaner in Wien,die Minoraten in Speier und in Maihingen h. Nördlingen,die Kartäuser in Buxheim bei Memmingen, die Serviten inin Innsbruck, der ßrigittenorden in Danzig und Altomünster').Die genannten Klöster gehören folgenden Ländernan: Bayern (Schwaben, 0.- und N.Bayern O.Franken, M.-Franken, Pfalz, 0-Pfalz), Württemberg, Baden, Elsaß,Schweiz, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, 0.- und N.-Öster-reich, Hessen-Nassau (Fulda), Westpreußen (Danzig), Frank-reich (Citeaux).
In dem späteren Teile der Matrikel wird häufig derfrühere Studien ort der Immatrikulierten angegeben.Diese Angaben sind insofern interessant, als daraus zu er-sehen ist, daß es auch damals eine gewisse Freizügigkeitunter den Studierenden gab. Die Hochschulen, auswelchen Studierende nach Dillingen kamen, sind folgende:Ingolstadt, Freiburg i. ßr., Würzburg, Salzburg, Wien, Prag,Tübingen, Löwen, Pavia, Bologna, Siena, Dole, Orleans,Rom. Die italienischen und französischen Hochschulenwurden namentlich vom Adel gerne besucht. Was Rombetrifft, so war Dillingen mehr der gebende als der em-pfangende Teil, da von hier sehr viele Studierende insGermanikum in Rom kamen, wie sich aus dem Werke vonSteinhuber ergibt. Noch größer ist die Zabl der Gym-nasien, sei es der vollständigen oder unvollständigen,welche das Dillinger Gymnasium bevölkerten. Es sind inalphabetischer Ordnung vornehmlich folgende: Aschaffen-burg, Augsburg 2 ), Burghausen, Donauwörth, Eichstätt, Ensis-heim, Feldkirch, Freiburg i. Br., Fulda, Füssen, Hagenau,Ingolstadt, Innsbruck, Konstanz, Mainz, Mindelheim, Mols-
>) G. U. D. 415 f.
2 ) In Augsburg wie an manchen andern Lehranstalten wurdeauch Philosophie doziert, wie denn manche, die in Augsburg die Phi-losophie studiert hatten, nach üillingen zur Fortsetzung ihrer Studienkamen.