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2 (1912) Biographische Nachträge und Ergänzungen. Zusammenfassende Darst. Matrikeltext 1646 - 1695
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1174 VI. Zahl der Immatrikulierten. Frequenz.

von 1607 bis zum 30jährigen Kriege gewöhnlich die Gym-nasisten, in der späteren Zeit die Akademiker vor. Unterden Akademikern hinwieder sind am stärksten die Philo-sophen vertreten, und unter diesen wieder die Logiker (1.phil. Jahr), dann die Physiker (2. phil. Jahr), und zuletztdie Metapbysiker (3. phil. Jahr). Theologen und Juristensind nur in geringer Zahl immatrikuliert, in manchenJahren finden sich solche gar nicht vor. Dies beweist nur,daß namentlich die Theologen, um die es sich bei derohnehin nicht sehr bedeutenden Zahl der Juristen 1 )vornehmlich handelt, schon als Gymnasisten oder Philo-sophen an die Anstalt kamen und damals immatrikuliertwurden.

Über das Verhältnis der Zahl der T h eologen zu derZahl der Nichttheologen an der Akademie sollen noch ei-nige Andeutungen gemacht werden. Man darf die Zahlder Theologen ja nicht überschätzen, wie man a priori ausden Motiven, die zur Gründung der Universität Dillingengeführt haben, zu schließen geneigt sein möchte (s. obenS. 1164). Dafür liefern die Cat. stud. sowie die Act. Univ.den vollgültigen Beweis. So betrug im Jabre 1607, wo diejuristische Fakultät noch nicht bestand, die Zahl der Aka-demiker 304, darunter waren in sämtlichen Kursen nur55 Theologen, aber 249 Philosophen (46 Metapbysiker, 89Physiker, 114 Logiker). 1626 waren unter den 288 Akade-mikern 80 Theologen in 4 Jahreskursen neben 208 Philo-sophen in 3 Jahreskursen. Von diesen studierten 59 Me-taphysik, befanden sich also im letzten philosophischenKurse, von welchem der Übergang zur Theologie stattfand,und doch finden wir im Jahre darauf im ersten theolo-gischen Kurse nur 18 Kandidaten. Ähnlich verhält sichdie Sache 1666/67. Im erstgenannten Jahre (1666) zählte

') Die Zahl der Juristen war auch anderswo, zumal an denkleineren Universitäten nicht sehr erheblich. So hatte noch 1799Duisburg nur 9, Erfurt gar nur 5 Studenten der Jurisprudenz. (P a n 1-sen, Geschichte des gelehrten Unterrichts, 2. Aufl. B. 2 S. 703). Sotief sank die Zahl der in Dillingen studierenden Juristen niemals.