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2 (1912) Biographische Nachträge und Ergänzungen. Zusammenfassende Darst. Matrikeltext 1646 - 1695
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1173
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VI. Zahl der Immatrikulierten. Frequenz. 1173

Immatrikulierten bis zum letzten Jahre verfolgt ein sehrmüherolles und kompliziertes und schließlich doch häufigzu keinem sicheren Resultate führendes Verfahren. Imallgemeinen aber darf man annehmen, daß ein großer Teilder Immatrikulierton seine Studien in Dillingen vollendeteund darum eine mehr oder minder große Zahl von Jahrenan der Anstalt zubrachte, je nachdem er früher oder späteran die Anstalt kam. Eulen bürg (a. a. S. 36) bemerktmit Recht, daß Dillingen im Unterschied von manchenanderen Universitäten »eine konstante Studentenbevölke-rung« hatte. Wenn er aber für Dillingen als durchschnitt-liche Aufenthaltszeit nur 2,46 oder gar nur 2,34 Jahreberechnet, so ist dies sicher zu wenig.

Was die Verteilung der Studierenden auf die Aka-demie und das Gymnasium betrifft, so erhalten wirdarüber in der Matrikel selbst keine genügenden Aufschlüsse,da nicht immer das Spezialfach angegeben ist, welchemder Studierende sicli widmete. Die weit größere Zahl derImmatrikulierten bilden jedenfalls die Gymnasisten. Manvergleiche beispielsweise nur die Jahrgänge 1598, 1668, 1676.Dies kommt daher, weil die vom Dillinger Gymnasium andie Universität Übertretenden nicht nochmals immatriku-liert wurden. Es ist darum kaum richtig, wenn Eulen-burg (S. 35) für das 17. Jahrhundert in Dillingen denProzentsatz für die Akademiker auf 47%, für die Gymna-sisten auf 53°/ 0 berechnet. Die Zahl muß, soweit die Im-matrikulierten in Betracht kommen, bei den ersteren her-unter-, bei den letzteren hinaufgesetzt werden 1 ). Was dieStudentenzahl in jedem Jahre überhaupt anbelangt, sowiegen nach den Catalogi studiosorum im 17. Jahrhundert

') Eulen bürg (a. a. O.) unterscheidet in Dillingen Studenten(Akademiker), Humanisten (zu welchen er die Rhetoriker und Poetenrechnet) und die Gymnasisten. Dagegen kennen die Quellen nurAkademiker und Gymnasisten, welch letalere sich auf die oben 8.1153 erwähnten 6 Klassen verteilen. Die Humanisten umfassen dem-nach nicht die Schüler der Rhetorik und Poetik, sondern die Schülerder Poetik, der Poesie, wie die nach der Rhetorik folgende Klassedes Gymnasiums, die Humanität, zuweilen auch genannt wurde.

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