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2 (1912) Biographische Nachträge und Ergänzungen. Zusammenfassende Darst. Matrikeltext 1646 - 1695
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V. Alter, Heimat und Standeszugehörigkeit der Studierenden. 1165

zweite Gründer der Universität, Bischof Heinrich vonKnöringen, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundertsden beiden bisherigen Fakultäten noch eine dritte an, diejuristische.

Unter den 245 im ersten Jahre (1551) Immatriku-lierten befinden sich 169, deren Heimat angegeben ist.Darunter sind, abgesehen von einer Zahl unsicherer Orte,etwa 80 Schwaben (Kr. Schwaben und Neuburg), davon 28aus Dillingen, 24 Württemberger, 9 Sachsen (die meistenaus Annaberg), 7 Tiroler, 6 Bayern (0. u. N. B.), 4 Fran-ken, 3 Badener, 2 Kärtner, 2 Steierrnärker, 1 Spanier, 1Grieche, 1 Böhme, 1 Pole, 1 Hennegauer.

Geben wir noch ein paar andere Stichproben. Zuersteine solche aus dem Jahre 1607 (1. Jan. bis 31. De/..), weiluns von dieser Zeit an auch die Catalogi studiosorum zuHilfe kommen. Von den 242 Studierenden, die in diesemJahre verzeichnet .sind (S. 330343)'), sind, soweit ihre Heimat angegeben oder zu ermitteln ist, 97 aus Schwaben,darunter 24 aus Dillingen, 57 aus Württemberg, 26 ausBaden, 9 aus Bayern (0. u. N. B.), 9 aus Vorarlberg, 9aus Polen, 7 aus Franken, 7 aus der Schweiz, 3 aus Tirol,2 aus Litauen, 1 aus der Rheinprovinz, 1 aus Hohenzollern,1 aus Westfalen, 1 aus Lothringen, 1 aus Kärnten, 1 ausSalzburg. Dazu ist noch zu bemerken, daß viele Studie-rende aus Württemberg und Baden in der Matrikel undandern Quellen nach der älteren Namengebung als Suevns,manche Schwaben als Algoius oder Boius bezeichnet werden.

Im Schuljahre 1607|08 befanden sich nach dem Cat.stud. in Dillingen 767 Studenten 2 ), und zwar genauer 304Akademiker und 463 Gymnasisten. Von den 304 Akade-mikern läßt sich bei 258 die Heimat feststellen. Davonsind etwa 78 aus (dem bayerischen) Schwaben, 55 ausWürttemberg, 38 aus Baden, 28 aus der Schweiz, 22 aus

" i) Eingerechnet sind auch die Nr. 215-242 aus dem Cat. prom.und dem Cat. stud. Angeführten.

«) Die Frequen/.ziffer ist stets größer als die Zahl der Immatri-kulierten, da nur die Neuankommenden immatrikuliert wurden.