IV. Vollzug der Immatrikulation. 1155
Rudimentistae 1668 (S. 848 f.). Ähnlich 1676 (S. 911 ff.).1683 (S. 963) sind die Pauperes, 1684 (S. 970) und 1694(S. 1026) die Pauperes ex seminario 1 ) für sieh inskribiert.Bei dieser Art der Inskription sind die .einzelnen bisweilenin alphabetischer Reihenfolge (Taufname voran) aufgeführt,z. B. 1676 (S. 911 f.), 1679 (S. 934). Noch nach andernGesichtspunkten werden die Studierenden gerne miteinanderimmatrikuliert, nämlich Adelige (1595, 200—204; 1652, 44bis 50; 1600, 88—92, 5 Brüder); Religiöse (1589, 75—80;1607, 71—76; 1664, 78—88); Landsleute, die darum wohlauch immer miteinander angekommen sind (1597, 147 bis150 aus Überlingen, 1599, 184—188 aus Mailand, 1653,8—10 aus Mindelheim).
Die Immatrikulierten sind der Religion nach fastalle katholisch. Einige Ausnahmen kommen vor. Zunächstmehrere von den akademischen Buchdruckern, Lutherani,(z. ß. 1611, 56 57), dann auch unter den eigentlichen Stu-denten 1616, 164: nondum catholicus; 1624, 16 ein Ver-wandter des Sekretärs des Königs von Schweden, Lutheranus;1661, 112 ein Baron von Stain, Lutheranus, der allerdingsnur deponiert wurde, also nicht frequentierte; 1682, 13 einLutheraner aus Gießen (Hessen); 1585, 1 (16) ein Kalvi-nist, der spätere Graubündener Staatsmann und Schrift-steller Fortunat von Juvalta, der zwei Jahre in Dillingenstudierte 2 ).
Unter den Immatrikulierten finden sich nur ganz we-nige Verheiratete. Dazu gehören auch hier einige vonden akademischen Buchdruckern (z. B. 1614, 11; 1619, 6.7), unter den eigentlichen Studierenden 1558, 70: coniugatuset civis aus Dillingen; 1560, 3: coniugatus sculptor ausSalzburg.
Bisweilen sind die Namen von Immatrikulierten wie-der ausgestrichen. Es ist großenteils nicht zu ersehen,aus welchem Grunde dies geschah. Manchmal erfolgte die
i) Gemeint ist das Seminar für arme Studenten: seminariumS. Hieronymi (später S. Josephi).
*) Vgl. Matr. S. 155 Anm. 1, S. 1056 (1585, 1) und G. U. D. 73 f.
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