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2 (1912) Biographische Nachträge und Ergänzungen. Zusammenfassende Darst. Matrikeltext 1646 - 1695
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IV. Vollzug der Immatrikulation. U6<*

wurden'). Dies war damals eine mein- oder minder allge-meine Sitte«). Für Dillingen kommt noch besonders inBetracht, daß Akademie und Gymnasium miteinander or-ganisch verbunden waren, wie denn beide nur einen ein-zigen Rektor hatten"). Wer aber einmal als Schüler desGymnasiums immatrikuliert war, hatte sich beim übertrittan die Universität nicht einer neuen Immatrikulation zuunterziehen. Sodann wurden auch die Hofmeister pae-dagogus, praefectus) und Diener (famulus) von adeligenStudenten immatrikuliert, und zwar nicht bloß dann, wennsie die öffentlichen Lektionen frequentierten, also au! einFach oder eine Klasse eingeschrieben waren, sondern auchdann, wenn dies nicht der Fall war. So z. B. ein prae-fectus Polonorum, der als vir annosus bezeichnet Wird(1614, 38; ähnlich 1626, 39); ein phil. Mag. rnedicmaeStudiosus als praefectus eines Grafen (1621, 169), ein pol-nischer Priester als paedagogus et inspector zweier polni-scher Grafen (1623, 149; vgl. 146), ein Jakob Rieger alsfamulus des Job. Friedr. von Ow (1617, 40). Unter denImmatrikulierten befindet sich ferner das Dienstpersonalder akademischen Buchdruckerei, typographi, e. B-1611, 54-57; 1611, 233-236; 1616, 11. 12; 1619, 6-8).An der ersten Stelle wird bemerkt: Typographi servi utintelligerent subiectos se esse academiae et pumtum in abeadem, inscripli sunt matriculae studiosorum fruitun iis-dem privilegiis cum studiosis. An der letzten Stelle: ly-

i) Das philosophische Studium dauerte 3 Jahre: Logik (l.Jahr),Physik (2. Jahr), Metaphysik (3. Jahr). Daher die nnrner nieder-kehrenden Bezeichnungen: logici, physici, metaphye.o. D«_Gymnasium zahlte nach der Übernahme der Universität durch de Jesu.tenanfänglich 5, später 6 Klassen. Von oben nach unter . Bhetonk,Humanität, prima grammatica oder maior syntax.s, med.ag^tica oder minor syntaxis, tertia grammatica, rud.menta. Da« kamnoch eine Art Vorbereitungsklasse: principia. Außer den angeführtenBezeichnungen kommen gelegentlich auch noch andere in der Ma-

trikßl I)°Vgl. Paulsen, Geschichte des gelehrten Unterrichts, 2. A.Leipzig 1896, I. 537 ff.3) G. U. D. 115 f.