man eine phönizische Heirat hätte erwarten sollen, ging inWirklichkeit eine midianitische ein, — korrekt also nur in-sofern, als Midian ein Sohn der Ketura, Abrahams zweiterFrau, gewesen war. Aber hatte nicht gleich schon der gros-se Rüben sich schlecht und recht mit einer Kanaaniterinvermählt? So hatte Juda getan, wie wir wissen, und so Schi-meon, denn seine Buna war aus Schekem geraubt. WasDan, von Bilha, betraf, den man Schlange und Otter nann-te, so war bekanntlich sein Weib eine Moabiterin, Stamm-tochter also jenes Moab, den Lots Älteste ihrem eigenenVater geboren hatte, sich selbst zum Geschwister. Sonder-lich geheuer war eben auch das nicht, noch hatte es mitBlutseinheit zu tun, da Lot nicht Abrams „Bruder“, sondernnur ein Proselyt gewesen war. Von Adam freilich stammteauch er, allenfalls sogar von Sem, da er aus dem Zweistrom-land gekommen war. Blutseinheit ist immer nachzuweisen,wenn man den Rahmen weit genug zieht.
Die Söhne alle also „brachten ihre Frauen in das väter-liche Haus“,wie wir berichtet sind, das heisst: das Sippen-lager im Haine Mamre, nahe Kirjath Arba und nahe demErbbegräbnis, um Jaakobs hährenes Haus herum, nahm zu,wie die Tage sich mehrten, und Nachkommenschaft wim-melte, der Verheissung gemäss, um Jaakobs Kniee, wennder hohe Greis es erlaubte, und er erlaubte es in seiner Gü-te zuweilen und herzte die Enkel. Namentlich BenjaminsKinder herzte er; denn Turturra, ein stämmiges Bürsch-chen, das immer noch seine vertrauenden grauen Augenund seine dick-metallische Haares-Sturmhaube hatte,wurdein rascher Folge Vater von fünf Söhnen, die ihm seine Ara-