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Dieses, daß er ein Heft mit selbstgeschriebenenVersen besaß, war durch sein eigenes Verschulden be-kannt geworden und schadete ihm sehr, bei seinenMitschülern sowohl wie bei den Lehrern. Dem SohneKonsul Krögers schien es einerseits, als sei es dummund gemein, daran Anstoß zu nehmen, und er ver-achtete dafür sowohl die Mitschüler wie die Lehrer,deren schlechte Manieren ihn obendrein abstießen, undderen persönliche Schwächen er seltsam eindringlichdurchschaute. Andererseits aber empfand er selbst esals ausschweifend und eigentlich ungehörig, Verse zumachen, und mußte all denen gewissermaßen rechtgeben, die es für eine befremdende Beschäftigunghielten. Allein das vermochte ihn nicht, davon abzu-lassen . . .
Da er daheim seine Zeit verthat, beim Unter-richt langsamen und abgewandten Geistes war undbei den Lehrern schlecht angeschrieben stand, so brachteer beständig die erbärmlichsten Zensuren nach Hause,worüber sein Vater, ein langer, sorgfältig gekleideterHerr mit sinnenden blauen Augen, der immer eineFeldblume im Knopfloch trug, sich sehr erzürnt undbekümmert zeigte. Der Mutter Tonios jedoch, seinerschönen, schwarzhaarigen Mutter, die Consuelo mitVornamen hieß und überhaupt so anders war als dieübrigen Damen der Stadt, weil der Vater sie sicheinstmals von ganz unten auf der Landkarte herauf-geholt hatte, — seiner Mutter waren die Zeugnissegrundeinerlei. . .
Tonio liebte seine dunkle und feurige Mutter,