verirr voo -Ittbur Zcbnltrier:
«ÄNüEvb. Mt -tt Illustrationen von M Loschen.
Das bekannte Werk Arthur Schnitzlers, der Cyklus „Anatol",erschien in einer neuen, illustrierten Ausgabe. Das Buch ist sehrelegant und geschmackvoll auSgestattet.
„Etwas so Pikantes und so Geistreiches wie diesen „Anatol"sollte man gar nicht mit Tinte rezensieren, man müßte die Federvielmehr in Champagner tauchen .... ES ist so etwas darinvon dem infernalischen Witz der französischen Sittenromane desvorigen Jahrhunderts." Berner Bund.
Frau lKerktza Garkan.
Novelle. L. Auflage.
„Schnitzler ist «ine weiche, anmutige, träumerische Natur-Er ist in hohem Maße das, was Goethe frauenhaft gesinnt nennt-Er liebt das Halbdunkel, das dämmernde Spiel gebrochenerFarben. Diesem Grundzuge seines Wesens konnte er bei derVertiefung in seinen Romanstoff so recht nachhängen. Er schildertdas im Geheimen sich abspinnende erotische Leben einer jungenFrau. Aus der Art und Weise, wie der Dichter diese Geschichtegestaltet, wie er allen physischen Regungen der jungen Fraunachgeht, wie er die Unterströmungen ihres Bewußtseins be-leuchtet, strahlt siegreich die edle Kunst moderner psychologischerAnalyse." Wiener Tagblatt.
Die Frau -es Meisen.
Novellen. 4. Auflage. Umschlag von Adolf Münzer.
. . . Der Vortritt gebührt unbedingt Arthur Schnitzlers „DieFrau des Weisen", mit der der Wiener Dichter eine führendeStelle unter den deutschen Erzählern sich errungen hat. WieGabriele D'Annunzio steht er sich selbst und seinen Empfindungenvon außen zu, er ist neugierig, was er fühlen wird; „wir lachenund weinen und laden unsere Seele dazu ein," sagt er. Aberer unterscheidet sich von D'Annunzio wesentlich durch die Tiefeder Empfindung, die er zuerst fühlt und durchmacht, um siespäter zu reflektieren, durch den hohen sittlichen Ernst, der soschön in der den Titel gebenden Novelle zu Tage tritt, durchdie Erfindungsgabe, die sämtlichen in dem Bande vereintenErzählungen auch das rein stoffliche Interesse verleiht, vorallem aber durch den Wienerischen Einschlag, der Freude amMädchen, die auch den Spuk der toten Geliebten in der Ge-schichte „Blumen" zu bannen weiß, der Nachgiebigkeit fürStimmungen, der leicht erregten und leicht abgeschütteltenTräumerei- Nicht leicht kann ein größerer, ungetrübter Genußbereitet werden, als durch diese Dichtungen.
Allgemeine Zeitung (München).