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schwieg, so ward er doch auf einmal sehr weich ge-stimmt.
„Ich hatte es nämlich nicht vergessen, Tonio,"sagte Hans und blickte vor sich nieder auf das Trot-toir, „sondern ich dachte nur, daß heute doch wohlnichts daraus werden könnte, weil es ja so naß undwindig ist. Aber mir macht das gar nichts, und ichfinde es famos, daß du trotzdem auf mich gewartethast. Ich glaubte schon, du seist nach Hause gegan-gen, und ärgerte mich ..
Alles in Tonio geriet in eine hüpfende undjubelnde Bewegung bei diesen Worten.
„Ja, wir gehen nun also über die Wälle!" sagteer mit bewegter Stimme, „lieber den Mühlenwallund den Holstenwall, und so bringe ich dich nachHause, Hans . . . Bewahre, das schadet gar nichts,daß ich dann meinen Heimweg allein mache; dasnächste Mal begleitest du mich."
Im Grunde glaubte er nicht sehr fest an das,was Hans gesagt hatte, und fühlte genau, daß jenernur halb so viel Gewicht auf diesen Spaziergang zuzweien legte, wie er. Aber er sah doch, daß Hansseine Vergeßlichkeit bereute und es sich angelegen seinließ, ihn zu versöhnen. Und er war weit vonder Absicht entfernt, die Versöhnung hintanzu-halten . . .
Die Sache war die, daß Tonio Hans Hansenliebte und schon Vieles um ihn gelitten hatte. Weram meisten liebt, ist der Unterlegene und muß leiden,