103
der Haltung auf den Bettrand gesunken, der lieber-,zieher lag aus seinen Knieen, und seine zusammenge-legten Hände ruhten daraus. Sein Mund stand einwenig geöffnet, und seine Augen waren halb ge-schlossen. Aber das Blut kreiste warm und mildepulsierend durch seinen Körper, und in seinen Ohrensauste es leise.
Sie hatte sich im Schranke niedergelassen undumschlang mit ihren zarten Armen das eine ihrerKniee, das sic emporgezogen hatte, während dasandere Bein nach außen hing. Ihre kleinen Brüstewurden durch die Oberarme zusammcngepreßt, unddie gestraffte Haut ihres Knies glänzte. Sie erzählte... erzählte mit leiser Stimme, während die Kerzen-flamme lautlose Tänze aufführte...
Zwei gingen über das Heideland, und ihr Hauptlag auf seiner Schulter. Die Kräuter dufteten stark,aber schon stiegen die wolkigen Abendnebel vomGrunde: So fing es an. Und oftmals waren esVerse, die sich ans so unvergleichlich leichte und süßeArt reimten, wie es uns hie und da in Fiebernächtenim Halbschlaf geschieht. Aber es ging nichtgut aus. Das Ende war so traurig, wiewenn Zwei sich unauflöslich umschlungen halten,nnd, während ihre Lippen aufeinander liegen, daseine dem anderen ein breites Messer oberhalb desGürtels in den Körper stößt, und zwar aus gutenGründen. So aber schloß es. Und dann stand sie miteiner unendlich stillen und bescheidenen Gebärde auf,lüftete dort unten den rechten Zipfel des grauen