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Tristan : 6 Novellen
Entstehung
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Zeuges, das die Rückwand des Schrankes bildete, undwar nicht mehr da.

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Von nun an fand er sie allabendlich in seinemKleiderschranke und hörte ihr zu... wie vieleAbende? Wie viele Tage, Wochen oder Monate ver-blieb er in dieser Wohnung und in dieser Stadt? —Niemandem würde es nützen, wenn hier die Zahlstünde. Wer würde sich an einer armseligen Zahl er-freuen? ... Und wir wissen, daß Albrecht van derQualen von mehreren Aerzten nicht mehr vieleMonate zugestanden bekommen hatte.

Sie erzählte ihm... und es waren traurige Ge-schichten, ohne Trost; aber sie legten sich als einesüße Last auf das Herz und ließen es langsamer undseliger schlagen. Oftmals vergaß er sich... SeinBlut wallte auf in ihm, er streckte die Hände nach ihraus, und sie wehrte ihm nicht. Aber er fand sie dannmehrere Abende nicht im Schranke, und wenn siewiederkehrte, so erzählte sie doch noch mehrere Abendenichts und begann dann langsam wieder, bis er sichabermals vergaß.

Wie lange dauerte das... wer weiß es? Werweiß auch nur, ob überhaupt Albrecht van der Qualenan jenem Nachmittage wirklich erwachte und sich indie unbekannte Stadt begab; ob er nicht vielmehrschlafend in seinem Coups erster Klasse verblieb undvon dem Schnellzuge Berlin-Rom mit ungeheurer