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Tristan : 6 Novellen
Entstehung
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wohnliches Rupfenzeug abgeschlossen war, das mitNägeln oder Reißstiften an den vier Ecken befestigtwar. —

Van der Qualen verschloß den Schrank, nahmseinen Hut, klappte den Kragen seines Paletots wie-der empor, löschte die Kerze und brach auf. Währender durch das vordere Zimmer ging, glaubte er, zwi-schen dem Geräusch seiner Schritte, nebenan, in jenenanderen Räumlichkeiten, einen Klang zu hören, einenleisen, Hellen, metallischen Ton... aber es ist ganzunsicher, ob es nicht Täuschung war. Wie wenn eingoldener Ring in ein silbernes Becken fällt, dachte er,während er die Wohnung verschloß, ging die Treppenhinunter, verließ das Haus und fand den Weg zu-rück zur Stadt.

In einer belebten Straße betrat er ein erleuch-tetes Restaurant und nahm an einem der vorderenTische Platz, indem er aller Welt den Rücken zu-wandte. Er aß eine Kräutersuppe mit geröstetemBrot, ein Beefsteak mit Ei, Kompot und Wein, einStückchen grünen Gorgonzola und die Hälfte einerBirne. Während er bezahlte und sich ankleidete, thater ein paar Züge aus einer russischen Cigarette, zün-dete dann eine Cigarre an und ging. Er schlenderteein wenig umher, spürte seinen Heimweg in die Vor-stadt auf und legte ihn ohne Eile zurück.

Das Haus mit den Spiegelscheiben lag völligdunkel und schweigend da, als van der Qualen sichdie Hausthür öffnete und die finsteren Stiegen hinan-