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trübe und feuchte Halle hinausblickte. Mehr weißich nicht! Weiß ich überhaupt, wo ich bin? ...
Und Plötzlich, bei diesem Gedanken, ward dieZufriedenheit, die er empfand, zu einem freudigenEntsetzen. Nein, er wußte nicht, wo er sich befand!War er noch in Deutschland? Zweifelsohne. InNorddeutschland? Das stand dahin! Mit Augen,die noch blöde waren vom Schlafe, hatte er das Fen-ster seines Coupes an einer erleuchteten Tafel vor-übergleiten sehen, die möglicherweise den Namen derStation ausgewiesen hatte ... nicht das Bild einesBuchstabens war zu seinem Hirn gelangt. In nochtrunkenen: Zustande hatte er die Schaffner zwei- oderdreimal den Namen rufen hören... nicht einen Lautdavon hatte er verstanden. Dort aber, dort, in einerDämmerung, von der er nicht wußte, ob sie Morgenoder Abend bedeutete, lag ein fremder Ort, eine un-bekannte Stadt... Albrecht van der Qualen nahmseinen Filzhut aus dem Netz, ergriff seine rotlederneReisetasche, deren Schnallriemen gleichzeitig eine rotund weiß gewürfelte Decke aus Seiden-Wolle um-faßte, in welcher wiederum ein Regenschirm mit sil-berner Krücke steckte — und obgleich sein Billet nachFlorenz lautete, verließ er das Coupe, schritt die be-scheidene Halle entlang, legte sein Gepäck in dem be-treffenden Bureau nieder, zündete eine Cigarre an,steckte die Hände — er trug weder Stock noch Schirm— in die Paletottaschen und verließ den Bahnhof.
Draußen auf dem trüben, feuchten und ziemlichleeren Platze knallten fünf oder sechs Droschken-