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gab mehrere Laute von sich, nieste und kollerte einwenig, schwieg dann und verhielt sich still; aber nurwie ein Pferd stillsteht, das bebend die Hufe hebt, dieOhren bewegt und gierig auf das Zeichen zum An-ziehen wartet. Eine große und dicke Dame in langen:Regenmantel schleppte mit unendlich besorgtem Ge-sicht eine centnerschwere Reisetasche, die sie mit einemKnie ruckweise vor sich her stieß, beständig an denWaggons hin und her: stumm, gehetzt und mitangstvollen Augen. Besonders ihre Oberlippe,die sie weit hervorschob, und auf der ganz kleineSchweißtropfen standen, hatte etwas namenlos Rüh-rendes ... Du Liebe, Arme! dachte van der Qualen.Wenn ich dir helfen könnte, dich unterbringen, dichberuhigen, nur deiner Oberlippe zu Gefallen! Aberjeder für sich, so ist's eingerichtet, und ich, der ich indiesem Augenblicke ganz ohne Angst bin, stehe hierund sehe dir zu, wie einem Käfer, der auf den Rückengefallen ist...
Dämmerung herrschte in der bescheidenen Halle.War es Abend oder Morgen? Er wußte es nicht.Er hatte geschlafen, und es war ganz und gar unbe-stimmt, ob er zwei, fünf, oder zwölf Stunden ge-schlafen hatte. Kam es nicht vor, daß er 24 Stundenund länger schlief, ohne die geringste Unterbrechung,tief, außerordentlich tief? — Er war ein Herr ineinem halblangen, dunkelbraunen Winterüberziehermit Sammetkragen. Aus seinen Zügen war seinAlter sehr schwer zu erkennen; man konnte geradezuzwischen 25 und dem Ende der Dreißiger schwanken.