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gestanden hatte und blickte auf die offene Thür. End-lich that er ein paar Schritte vorwärts und horchteins Weite. Aber alles war still, und so schloß er dieThür und kehrte ins Zimmer zurück.
Eine Weile betrachtete er sich im Spiegel. Hier-auf ging er zum Schreibtisch, holte ein kleines Flaconund ein Gläschen aus einem Fache hervor und nahmeinen Cognac zu sich, was kein Mensch ihm verdenkenkonnte. Dann streckte er sich auf dem Sofa aus undschloß die Augen.
Die obere Klappe des Fensters stand offen.Draußen im Garten von „Einfried" zwitscherten dieVögel, und in diesen kleinen, zarten und kecken Lautenlag fein und durchdringend der ganze Frühling aus-gedrückt. Einmal sagte Herr Spinell leise vor sich hin:„Unausbleiblicher Beruf..." Dann bewegte er denKopf hin und her und zog die Luft durch die Zähneein, wie bei einem heftigen Nervenschmerz.
Es war unmöglich, zur Ruhe und Sammlung zugelangen. Man ist nicht geschaffen für so plumpeErlebnisse wie dieses da! — Durch einen seelischenVorgang, dessen Analyse zu weit führen würde, ge-langte Herr Spinell zu dem Entschlüsse, sich zu er-heben und sich ein wenig Bewegung zu machen, sichein wenig im Freien zu ergehen. So nahm er denHut und verließ das Zimmer.
Als er aus dem Hause trat und die milde, wür-zige Luft ihn umfing, wandte er das Haupt und ließseine Augen langsam an dem Gebäude empor bis zueinem der Fenster gleiten, einem verhängten Fenster,