auch die Aerzte sind da... oh, es ist so entsetzlichtraurig..."
Da war er mit einem Schritt an der Thür undriß sie auf. Die Rätin Spatz stand draußen. Siehielt ihr Schnupftuch vor den Mund, und große,längliche Thränen rollten paarweise in dieses Tuchhinein.
„Herr Klöterjahn," brachte sie hervor... „es istso entsetzlich traurig ... Sie hat so viel Blut aufge-bracht, so fürchterlich viel... Sie saß ganz ruhig imBette und summte ein Stückchen Musik vor sich hin,und da kam es, lieber Gott, so übermäßig viel..
„Ist sie tot?!" schrie Herr Klöterjahn ... Dabeipackte er die Rätin am Oberarm und zog sie auf derSchwelle hin und her. „Nein, nicht ganz, wie? Nochnicht ganz, sie kann mich noch sehen... Hat sie wie-der ein bißchen Blut aufgebracht? Aus der Lunge,wie? Ich gebe zu, daß es vielleicht aus der Lungekommt... Gabriele!" sagte er plötzlich, indem dieAugen ihm übergingen, und man sah, wie einwarmes, gutes, menschliches und redliches Gefühlaus ihm hervorbrach. „Ja, ich komme!" sagte er undmit langen Schritten schleppte er die Rätin aus demZimmer hinaus und über den Korridor davon. Voneinem entlegenen Teile des Waudelganges her ver-nahm man noch immer sein rasch sich entfernendes„Nicht ganz, wie? ... Aus der Lunge, was? ..."
12 .
Herr Spinell stand auf dem Fleck, wo er wäh-rend Herrn Klöterjahns so jäh unterbrochener Visite