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Tristan : 6 Novellen
Entstehung
Seite
78
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Anstalten; was schließlich erfolgte, entsprach nichtvöllig der drohenden Umständlichkeit dieser mimi-schen Vorbereitungen. Aber Herr Spinell war ziem-lich bleich.

„Sehr schön!" wiederholte Herr Klöterjahn.„Dann lassen Sie sich die Antwort mündlich geben,mein Lieber, und zwar in Anbetracht des Umstandes,daß ich es für blödsinnig halte, jemandem, den manstündlich sprechen kann, seitenlange Briefe zu schrei-ben ..."

„Nun... blödsinnig..." sagte Herr Spinelllächelnd, entschuldigend und beinahe demütig...

„Blödsinnig!" wiederholte Herr Klöterjahn undschüttelte heftig den Kopf, um zu zeigen, wie unan-greifbar sicher er seiner Sache sei. „Und ich würdedies Geschreibsel nicht eines Wortes würdigen, eswäre mir, offen gestanden, ganz einfach als Butter-brotpapier zu schlecht, wenn es mich nicht über ge-wisse Dinge aufklärte, die ich bis dahin nicht begriff,gewisse Veränderungen ... Uebrigens geht Sie dasnichts an und gehört nicht zur Sache. Ich bin einthätiger Mann, ich habe Besseres zu bedenken, alsIhre unaussprechlichen Visionen ..."

„Ich habe ,unauslöschliche Vision* geschrieben,"sagte Herr Spinell und richtete sich auf. Es war dereinzige Moment dieses Auftrittes, in dem er ein wenigWürde an den Tag legte.

„Unauslöschlich... unaussprechlich...!" ent-gegnete Herr Klöterjahn und blickte ins Manuskript.