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sagen, daß ich Sie verachte. Ich kann es nicht. Ichbin ehrlich. Sie sind der Stärkere. Ich habe Ihnen imKampfe nur Eines entgegenzustellen, das erhabeneGewaffen und Rachewerkzeug der Schwachen: Geistund Wort. Heute habe ich mich seiner bedient. Denndieser Brief — auch darin bin ich ehrlich, mein Herr,— ist nichts als ein Racheakt, und ist nur ein einzigesWort darin scharf, glänzend und schön genug, Siebetroffen zu machen, Sie eine fremde Macht spürenzu lassen, Ihren robusten Gleichmut einen Augen-blick ins Wanken zu bringen, fo will ich frohlocken.
Detlev Spinell."
Und dieses Schriftstück couvertierte und fran-kierte Herr Spinell, versah es mit einer zierlichenAdresse und überlieferte es der Post.
11 .
Herr Klöterjahn pochte an Herrn SpinellsStubentür; er hielt einen großen, reinlich beschriebe-nen Bogen in der Hand und sah aus wie ein Mann,der entschlossen ist, energisch vorzugehen. Die Posthatte ihre Pflicht gethan, der Brief war seinen Weggegangen, er hatte die wunderliche Reise von „Ein-sried" nach „Einfried" gemacht und war richtig in dieHände des Adressaten gelangt. Es war vier Uhram Nachmittage.
Als Herr Klöterjahn eintrat, saß Herr Spinellauf dem Sofa und las in feinem eigenen Roman mitder verwirrenden Umschlagzeichnung. Er stand aufund sah den Besucher überrascht und fragend an, ob-gleich er deutlich errötete.