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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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tesse und Geschicklichkeit vor, und der kleine Carlsonsah lernbegierig zu. Das Ganze war kaum eine Unan-nehmlichkeit zu nennen, aber Bloch lobte mich sehr fürmein kooperatives Verhalten, und als ich mich darüberwunderte, sagte er: «Wenn Sie wüßten, wie die Leute sichoft dabei anstellen!»

Unterdessen war Erika, auf die Nachricht von dem,was vorging, aus Nürnberg durch die Lüfte zu uns ge-stoßen, an die Seite ihrer Mutter, die bei Borgeses wohnteund die Mehrzahl der Tagesstunden an meiner Bettseiteverbrachte. Nichts konnte uns beiden tröstlich willkom-mener sein, als die Anwesenheit des lebens- und liebevol-len, stets heiteren Auftrieb bringenden Kindes. Sie ließes sich angelegen sein, die Blumen zu warten und auszu-tauschen, mit denen mein Zimmer sich gefüllt hatte, —Vorschußlorbeeren, gespendet vor der Schlacht, aber eineAugenweide, auf die ich so stolz und erpicht war wie je-der Kurbelbetthabitant, — «just another patient», wie eineder Pflegeschwestern mich neugierig nachfragenden Be-kannten beschrieben hatte. Fieberfrei und ohne Schmer-zen, war ich eben nur sehr schwach, so daß schon das Ra-sieren eine übergroße Anstrengung bedeutete und alsodie Bluttransfusion, die ich einen Tag oder zwei vor derOperation empfing,doch wohl nicht ganz überflüssig war.Zwei junge Praktikanten verabfolgten sie nach der Rou-tine, und während die Blutkonserve langsam in meineGefäße tropfte, unterhielt ich die Herren mit der Lektüreeiner der erstaunlichen Neuigkeitsfabrikate, die Erika ausaufgeklebten Zeitungslettern und -Worten herzustellenpflegte, eines «4-Power Showdown Triumph Bulletin1946, released after Wild Ride for Germany» mit solchen

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