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immer noch viel zu lang und vor allem unangebracht injedem Wort. Die Leute strömten, während ich sprach, ausder Halle, “to catch their busses and trains”. Am Schlußversicherte mir der Chairman, es sei sehr amüsant gewe-sen, und das fand ich auch. Aber die Veranstalterin, eineernsthafte kleine Matrone, die mich immer mit Besorgnisbetrachtet hatte, war anderer Meinung und so betreten,daß wir ihr nicht genug versichern konnten, wie froh wirseien, dies mitgemacht zu haben. Noch in unserem Hotel-zimmerchen rief sie uns an, um zu fragen, ob sie uns nichtmit einer Flasche Milch erquicken könne.
Nach einem Besuch in Montreal, Canada, kehrten wirnach New York zurück, wo mancherlei Geschäfte micherwarteten. Im B.B.C.-Office, an Ort und Stelle also dies-mal, war eine deutsche Sendung zu sprechen, eine lecturein Columbia University zu absolvieren, eine Rede zurFeier von Alvin Johnsons 70. Geburtstag vorzubereiten.Max Reinhardt war gestorben. Ich konnte wegen heftigerErkältung an der New Yorker Trauerfeier nicht teilneh-men, — umso weniger, als damals in deutschen Emigran-tenkreisen, unterstützt von Amerikanern deutscher Her-kunft, wie Niebuhr, die «Free Germany»-Bewegung ander Tagesordnung war und Ansprüche auf meine — no-minell sogar führende — Beteiligung machte. Es handeltesich um die auswärtige Vorbereitung einer demokrati-schen deutschen Staatsführung nach Hitlers unvermeid-lichem Zusammenbruch. Theologen, Schriftsteller, sozia-listische und katholische Politiker gehörten zu derinteressierten Gruppe. Man lag mir an, mich an ihre Spitzezu stellen. «Idealists», schrieb damals Felix Langer in sei-nem Buche Stepping Stones to Pease, «dream of Thomas
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