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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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haupt gestorben ist.) Es war der Haupt-Eindruck, denich von der Veranstaltung mit nach Hause nahm.

Eine der einschneidendsten Zäsuren aber in der Ent-stehungsgeschichte des Faustus brachte eine stationen-reiche Reise nach dem Osten und nach Canada, zu derich mich seit langem verpflichtet hatte, und die, am 9.Ok-tober angetreten, für volle zwei Monate meine Arbeit still-legte. Ich trennte mich nicht von dem noch schmalenManuskript, es begleitete mich in einer auch das Vor-tragsmaterial bergenden und nie einem «Porter» über-lassenen Mappe. In Chicago gleich, auf der Durchreise,empfing ich durch meinen Schwager, den Physiker PeterPringsheim, von einem seiner Universitätskollegen einbeziehungsvolles Geschenk. Es war nichts Geringeres alsdas Zubehör zur Herstellung «osmotischer Gewächse»,wie Vater Leverkühn sie zu Anfang des Romans speku-lierend entwickelt: ein Gefäß mit Wasserglas-Lösungnebst obligater Kristallsaat. Ich führte die merkwürdigeGabe wochenlang mit mir, nach Washington, New York,Boston und Montreal, und als ich dann eines Abends inunserem New Yorker Hotel, nach einem Souper bei Voi-sin, vor einer Gruppe von Intimen, zu der die liebe An-nette Kolb, Martin Gumpert, Fritz LandshoflF und unsereErika gehörten, die ers ten Kapitel von DoktorFaustus vor-gelesen hatte, wagten wir mit humoristischem Schauderndas pseudo-biologische Experiment und sahen wirklichdurch die schleimige Flut die farbigenSprießereienaufstei-gen, deren Melancholie von Jonathan Lever kühn so sinnigempfunden worden war und Adrians Lachen erregt hatte.

In Washington wohnten wir, wie immer, bei unserenältesten amerikanischen Freunden und Gönnern, Eugene

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