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Richtung und geht nun über die Höhe weg in das Bachtal, 1 ) dasbei Tale in den Glattenzainbach verläuft, diesem folgt sie aufwärtsnach Kirchenkirnberg; bei der Kirnberger Mahlmühle im Zainbachtalund an der Kirche und dem Pfarrhaus in Kirnberg sind Jagdsteine 2 )mit dem württembergischen und Umpurgischm Zeichen erwähnt. VonKirnberg scheint wieder die Strasse nach Mönchhof, die auf derHöhe hinführt, die Grenze zu sein. Vor Mönchhof aber geht diesein das Tal des Kronbachs, der weiterhin Gauchhauser Bach undzuletzt Bot heisst. Diesem folgt sie bis zur Lein.
In dieser Zuteilung Kirnbergs zum Schorndorfer Forst er-kennen wir eine Folge des Übergangs dieses alt murrhar duschenBesitzes an Adelberg. Baselbe ist bei Kaisersbach und seiner Um-gebung der Fall, das ursprünglich zum Murrhardter Forst gehörte. 3 )Die Grenzverschiebung ist also schon früh, nach 1182, eingetretenund hat hier die alten Linien verwischt. Der Krön- bezw. Gauchs-hauserbach dagegen ist offenbar alte Grenze und dient für die welt-lichen und die geistlichen Verhältnisse. Aber etioa von der Heinlens-mühle aus abivärts scheidet er, jetzt Bot genannt, nur noch dieForste, während die kirchliche Grenze, wie wir gesehen haben, indas Beichenbachtal überspringt, bezw. wie wir jetzt genauer sagenmüssen, noch die auf dem Höhenzug zwischen Bot und Beichenbachgelegenen Orte Kardenheim, Hinter- und Vordersteinenberg, Kopfzur Lorcher Pfarrei zieht. Die Strasse von Kapf nach Narden-heim und weiter nach Seelach verläuft zwar auf einer Höhe undist gewiss alt, aber sie geht über den Gerichtswasen bei Kardenheim,wo das Siebzehnergericht gehegt wurde, sie dürfte darum nicht alleGrenzmark gewesen sein.
Vom Einfluss der Bot in die Lein geht die Forstgrenze derLein nach abivärts bis zur Gmünder Leinmühle, folgt von derdortigen Brücke ab der Strasse nach Pjersbach, dann führt sie über
') Die erwähnte Skizze aus dem IS. Jahrh. zeichnet von Neusletten auseinen Bach, der unmittelbar in den Zainbach fliesst. Das stimmt auf keinenFall. Da sie diesen Bach Mordklinge nennt, könnte sie wohl den von Hörn-berg herabkommenden Bach meinen, bei dem die Karte 1:25000 Blatt 47 denWaldnamen Mordklinge verzeichnet. In diesem Tal verläuft auch die heutigeOberamtsgrenze zwischen Backnang und Gaildorf, die dann in der „TiefenKlinge" unterhalb Tale zum Zainbach herabsteigt. Wahrscheinlich ist dies auchdie alte Forstgrenze.
-') Vgl. Knapp in Württ. Jahrbb. 1909, S. 136.
3 ) Der demnach hier über die Wasserscheide nach Süden herüberreichte.