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Die Grösse dieses vom Zehnten befreiten Waldgebiets wird manm unserem Bezirk für den hier behandelten Zeitraum mindestensauf die Hälfte alles Grund und Bodens bestimmen dürfen. 1 ) DieZehntbezirke nehmen sich in diesem Gebiet wie Inseln aus. Wirmussten darauf verzichten, bei dem kleinen Massstab unserer Skizzedieses Verhältnis darzustellen. Aber eine Vergleichung der Forst-grenze mit der Grenze des Pfarr- bezw. Kapitelsprenqels ist gleich-wohl lehrreich. 2 )
Oer grösste Teil des Gebiets gehörte zum Schorndorfer Forst;im Osten sind Stücke des limpurgischen Forsts und der GmünderFreien Pürsch hinzugekommen. Die Grenze im Westen wird wie beiden kirchlichen Beziehungen durch Wieslauf und Steinbach gebildet.Wo der Steinbach oberhalb der Nonnenmühle nach Westen abbiegt,folgt sie seinem linken Zujluss, der im Forstlagerbuch von 1685-Krottenbach heisst, bis zum Lauchbrunnen.
Die Besehreibung von 1564 führt von der Nonnenmühle diemie aufwärts zum Fratzenacker, was sachlich auf dasselbe hinaus-kommt; es ist die Stelle wo jetzt der Fratzenwieseuhof und derl'jatzenklingenhof liegen. Dann umfasst sie Botenmahd und Höfen-«ckerle (auf dem 1685 sogen. Häfnersacker gegründet), folgt alsowohl ungefähr der heutigen Oberamtsgrenze. Das Lagerbuch von1555 erwähnt oberhalb Ebni eine Hochstrasse, die die Grenze bilde,und auch 1564 wird vom Fratzenacker bis zur Bottmad ein „Hoch-geslräs" als Grenze genannt; der Verlauf dieser alten Strasse wirdsich wohl noch nachweisen lassen. Wir finden sie unmittelbar nach-her wieder, wo sie mitten durch den Kaisersbacher Heumadenwaldund über die Kaisersbacher Viehweide geht. Die Grenze folgt dannder Strasse nach Neustetten und erreicht diesen Weiler durch dieGansklmge (beim Gänshof, Gem. Kirchenkimberg), wie eine Karten-skizze aus dem 18. Jahrhundert») zeigt. Auf der anderen Seite des1 als, m dem Neustetten liegt, steigt sie wieder aufwärts in östlicher
') Im (JA. Weleheim allein beträgt heute, trotz vielen neu im Wald ge-gründeten'.Ansiedln»gm, die Wdldfläche noch 45,1 •/„ der Gesamtflaehe. Vgl.Kömgr. Württ. 3, S. 518.
"J Quellen dafür bilden die beiden Lagerbücher des Schorndorfer Forstsvon 1655 und 1685, das Reichmberger Forstlagerbuch von 1685, in dem auchder Murrhardter Forst enthalten ist: dazu eine Beschreibung des Forsts undsemer Hüten aus dsm Jahr 1564 (SLA. Forstsachen, B. 32).
r J.5/' Forstharten n - s - uneben läuft eine angeblich ältere Linie aberdie Weidenhöfe,- und Mettelbacher Mühlen nach Neustetten.