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da es nicht Kirchenhaber, sondern Kleinzehnt gibt. l ) Auch die PfarreiWelsheim ist früh von der Mutterkirche in horch getrennt worden.Konrad III schenkte sie im 12. Jahrhundert an das Kloster, demsie im 13. inkorporiert wird. Der Ort selbst geht in seinen Anfängenbis auf die Römerzeit zurück; sein Name kann aus einer lateinischenBezeichnung des festen, durch zwei Limeskastelle verwahrten Orts,vallatum, hergeleitet werden. -) Damals schon und jedenfalls späterwar es ein Mittelpunkt für die zunächst noch spärlichen Ansiedlungenim Waldgebiet. ;! ) So hat auch seine Kirche hohes Alter. Dochkann sie ihren Patron, den hl. Gallus, nicht vordem 8. oder 9. Jahr-hundert erhalten haben. St. Gallischer Besitz in der Gegend ist um920 nachweisbar 4 ) und mag damals nicht unbedeutend gewesen sein.
Wildberg her, dessen Stifter Graf Burkhard II. war fs. Schmid, Gesch. d. Gr.v. Zoller n-Hohenberg, 1S62, S. 572f.) ; die Namen der im Verzeichnis genanntenPersonen, deren Jahrtage begangen werden sollten, weisen in dieselbe Gegend.Wie das Stück in ein Zinsregister St. Ulrichs zu Schadberg von 1530 kam, istnicht zu erklären. Für die Entstehungszeit der Kapelle bleibt nur die Notizum gleichen Ort, dass die 1517 abgebrochene alte Kapelle mit einem von 1393datierten Gemälde ausgestattet war, und die erste Erwähnung 1352 (S. 29, 24).
') S. 171 6. Bei der Beurkundung der Gottesdienstordnung für Schad-berg sind von den lorchischen Pfarrern nur Michael Fischer als Kustos undKapitelsdekan (auf klösterl. Pfründe) und Peter Aichmann als Inhaber derzweiten klösterlichen Pfründe anwesend. Urkunde v. 1482, Nr. 100 S. 75. —Uass die Urkunden über diese Kapelle in unsere, Sammlung aufgenommen, sind,muss nun, da sich gezeigt hat, dass es nicht in den Bahnten gehört, der dafürgezogen ist, damit gereclitferiigt erscheinen, dass aus ihnen der Umfang unddie Art des Goitesdiensts an einer der zahlreichen Filialkapellen zu erkennenist. Doch hat offenbar keine von diesen sich derselben Vorzüge zu erfreuengehabt, wie die von Schadberg mit ihrer Wallfahrt, Heren Ablässen und denseitweise nicht unbedeutenden Einkünften.
-) Königr. Württemberg 3, 1906, S. 524 Anm.
3 ) Es fällt auf,' dass in der Umgebung von Welzheim die sonst im Bezirknicht gerade, /läufigen Namenbildungen mit -weiter sich drängen: Echards-Eberhards-, Gausmanns-, Seibolds-, Geben-, Gemein-, Mittelweiler, Ravens-wiler (jetzt Schillinghof), Lutolzwiler (jetzt llellershof), Walhenwilor (jetztWahlenheim), dazu das abg. Cunenwiler und das zur Pfarrei Steiuenberg ge-hörige, Moncnwiler (s. o. S. VII). Wenn hier wie anderwärts der Grundsatzgilt, das die Ortsbezeichnung Weiler auf römische Siedlung zurückführt, dannmüssen auch diese Plätze als ehemalige römische villao und villaria, Viehhöfe,die teilweise im Vorland des Limes lagen, angesehen werden. Die Namen-bildung dürfte aber auch weiterhin zu der Annahme nötigen, dass eine eigent-liche Unterbrechung in ihrer Besiedlung durch den Einbruch der Alamannennicht verursacht worden ist.
') Vgl. Bossert, Unbekannter Besitz des Klosters St. Gallen in Würt-temberg, W. Vierteljahrsh. 2, 1887, S. 180.