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Stift Lorch : Quellen zur Geschichte einer Pfarrkirche
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von alters her Elmi, Vöggenhof, Grasgehren, Hägerhof 1 ) undSchmalenberg den kleinen und den Reuzehnten an die PfarreiSteinenberg gegeben hätten. Einer der jetzt auf dieser Halbinselbestehenden Weiler oder Hofe ist vermutlich jenes Monenwiler von 1284.")Die Kirche in Steinenberg ist ohne Zweifel Stiftungsgut des KlostersAdelberg aus ehemals staufischem Besitz, wird 1234 dem Kloster in-korporiert*) und seit 1268 von Konventualen versehen. 11 ) Ausser deneben genannten Filialien gehört dazu Obersteinenberg. Die lorchischenFilialien Ober- und Mittelschlechtbach werden von Steinenberg ver-sehen, 6 ) ebenso Michelau an der Wieslauf) das eigentlich als Filialvon Welzheim galt. °)

Im Norden gehört noch Kaisersbach zur Pfarrei Lorch.Der Ort ist wohl eine verhältnismässig junge Gründung. Noch im16. Jahrhundert heisst er in den Lagerbüchern Kaisersprich. Dieserursprünglich einen Wald bezeichnende Name bewahrt die Erinnerungan jene angebliche Schenkung Kaiser Ludwigs des Frommen anKloster Murrhardt, von der eine gefälschte Urkunde von 8W) be-richtet. Ein Kern von Wahrheit ivird jedoch in der Überlieferungwohl stecken und der Wald Kaisersbuch könnte ein Stück jenesgrossen Forsts sein, der in der Urkunde erwähnt ist. Murrhardthat den Besitz jedenfalls mit Kirchenkirnberg schon 1182 an Adel-berg veräussert. 8 ) Wenn damals eine Ansiedlung vorhanden war,wird sie nur klein gewesen sein. Die Grenze zwischen den Bistümern

') Doch wird der Hägerhof 1576 im Lagerbuch vom Kloster Lorch alsaltes Filial von Welzheim genannt; siehe u. S. 168, Tl.

-) Die Deutung auf Mannemveiler Gem. Grab DA. Backnang, die dasWirt. Uli. 8, Register, gibt, ist nicht zu halten. Dagegen ist der Name viel-leicht stark verderbt noch in Nonnenmühle erhalten, wie eine Mühle am Stein-bach südwestlieh von Ebni heute heisst: in einer Urkunde von 1134 über denlimpurgischen Wildbann (St.A,, Gr. v. Lirnpurg Ji. 11) findet sieh die FormMuimenmülin. Von Nonnen und deren Besitz in dieser Gegend, worauf derjetzige Name hinzuweisen scheint, ist sonst nichts bekannt. Nonnenmühle undVoggenhof sind .jetzt der Gem. Althütte OA. Backnang zugeteilt; die Häuservon Nonnenmühle am rechten Steinbachufer gehörten ehemals zur PfarreiRudersberg (Lagerb. von 156.9).

s ) Wirt. ÜB. 3, 352: ecelesiam in Stainenberg in qua ius patronatus adnos (1. vos) pertinet.

4 ) OA.Beschr. Schorndorf S. 85. Die Urk. künftig in Wirt. (JB. 11, Nachtr.

r ') 3. 157, 29 und Anm. 2.

"j S. 168, 36 und 170, 32 ff. nebst Anm.

') Wirt. Uli. 1, 87.

8 ) Wirt. ÜB. 2, 221.