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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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71 = Cod. theol. 4° 222.

Hieronymus, Commentarii in Ezechielen libri VI; XXXI epistolaeAugustini.

148 Blatt mäßigen Pergaments mit ziemlich kleiner, auch im 2.,von anderer Hand geschriebenen Stück nicht viel größerer Mi-nuskel des 12. Jahrhunderts; am Anfang des 2. Stückes (Bl. 96 r)eine etwas größere Initiale in roter Federzeichnung im einfachenHirsau-Zwiefaltner Stil, aber nicht ohne Eigenart.

Alter Einband: Holzdeckel mit Schweinsleder überzogen, woraufdurch Blindlinien Rahmen und Mittelfeld, dieses selbst wieder inStreifen eingeteilt, und Rahmen und Streifen mit dem Rollenstempelder Wellenranke bedeckt; Schließe fast ganz verschwunden. AufVorderdeckel war ursprünglich Titelstreifen; später dort mit TinteTitel angeschrieben. Auf Rücken die Zahl 127 (mit Rötel?).

72 = Cod. theol. 8° 66.

Hieronymus, Commentarius in Danielen:.

135 Blatt mäßigen, ungleichen Pergaments mit mittelgroßer, beidem kleinen Format größer erscheinenden Minuskel des 12. Jahr-hunderts.

Alter Einband, ziemlich dicke Holzdeckel mit rotem Schafleder über-zogen, das vorne zum größeren Teil abgerissen ist; Schließe nur nochin Rest vorhanden. Auf Vorderdeckel Titelstreifen. Auf Spiegel desVorderdeckels: Matris usw.

73—78 = Cod. theol. fol. 190 a—f.

Gregorius, Moralia, I—XXVI u. XXXIV, XXXV.

Die 6 noch erhaltenen Bände des ursprünglich 7bändigen Werks,von dem der zweitletzte schon in Zwiefalten verloren ging, habennicht ganz gleiches Format, auch nicht ganz gleichen Einband undstammen von mehreren Händen, waren aber wohl von Anfang an alseinheitliches Werk geschaffen.

Zwischen 73 und 152 Blatt, z. T. besseren, z. T. mäßigen Perga-ments mit sorgfältiger Zwiefaltner Minuskel des 11./12. Jahrhunderts;überall, teilweise mehr, teilweise weniger Initialen in roter Feder-zeichnung, vielfach mit gelbem Grund, Knollenranken von Hirsau-Zwiefaltner Stil.

Alte Einbände: Holzdeckel mit Leder überzogen, teils mit, teils ohneBlindpressungen; Schließen verschwunden. In verschiedenen BändenMatris usw. und auch über sancte Marie de Zvivilda.

Siehe K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben, S. 33, beziehungs-weise Tafel 47 und 48.

79 = Cod. theol. fol. 211.

Gregorius, Homiliae XXII, super Ezechielem. Auf der letzten,leergebliebenen Seite von ziemlich gleichzeitiger Hand ein Eintragüber einen Rechtsstreit von Zwiefalten mit Thiemo von Tuzilingen umdie Kirche von Derendingen.

132 Blatt befriedigenden, nur nicht schön weißen Pergaments mitsorgfältiger Minuskel des 12. Jahrhunderts, mit 2 Initialen auf der1. Seite, roter Federzeichnung von Knollenranken in Hirsau-Zwie-faltener Stil, aber von dem seitherigen darin völlig abweichend, daß dieRanken, bezw. Bänder mit Deckfarbe in Gelb, Blau und Grund be-strichen sind und farbiger Grund (bei den gelben Bändern der 1. inBlau, bei den blauen und grünen der 2. in Gelb) gelegt ist.

Alter Einband: Holzdeckel mit Schweinsleder überzogen, woraufdurch Blindlinien Rahmen und Mittelfeld mit Diagonalen und darin