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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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Daß Pergamenthandschrift 93 in Einbandstempcln das württcmbergi-sche Wappen zeigt, ist nicht weiter verwunderlich, da Güterstein, woherdie Handschrift stammt, eine Zeitlang württembergisch war; aber auffälligund eigentlich unerklärlich ist ein ähnlicher Stempel bei der Papierhand-schrift 9, die wohl immer im Kloster gewesen ist, wo man doch einenjahrhundertelangen Kampf mit Württemberg zu kämpfen hatte. In diesemZusammenhang mag auch auf die ebenfalls zunächst auffällige Erscheinunghingewiesen werden, die in Einbänden von Klosterhandschriften die Bil-der von Reformatoren darstellen, so z. B. Pergamenthandschrift 97, 108und 110. Es braucht wohl nicht besonders ausgeführt zu werden, daß dieSammlung reiche Gelegenheit gibt, die verschiedenen Arten des einfachenKlosterbandes kennen zu lernen, den beliebten, meist roten Schaflederband,den Pergamentband, den gewöhnlichen unverzierten Schweinslederband;auch etwas seltsamere Arten, z. B. den bloßen Lederumschlag (Pergament-handschrift 7), den eigenartigen Rücken mit dem ausgeschnittenen Leder-streifen (z. B. Papierhandschrift 152). Daß solche Einbände einfacherArt durch Benützung von alten Material gelegentlich besondere Fundeversprechen, sei nur nebenbei bemerkt: Beispiele der Art bilden 31, 53, 54,55, 64, 143, 154 und 179.