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Die Grisardis des Erhart Grosz : nach der Breslauer Handschrift
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menschen red heimlich an dein man an gezengnißvil leute, und alles das eynr frawen mag übil sten,das schaltu auß slahen. merke und vergiß nicht derkurzen word, die ich dir ytzunt sage und schreib siein dein hertze mit dem, daz ich dich vor underweist 5hab, und ließ in dem puch deins gedechtz alle tage,dorumb daz du mir alzu snel und unvorsens wirdsauß den henden gezogen, und tud mir kummer undmacht mich sorgveldig, das ich nicht lenger zeithabe dich zu leren daz daz nu deinen stad an ge- 10purt. seh,' sprach er, ,die kleyder deyner demud,die du hast gehabt undir meim peßem, und laß dielegen an ein stad, daz du sie alle tage an sehest, sosein sie dir eyn vormanung der demud und zeumendich vor alle(r) hoffart.' 15

Alzo der vater seynr tochter hatte nu ende gebenseyner manung, so danckte der fürst dem alten undließ ym geben zu her(n)gab alzo daz eim fürstenzimet, und hieß in kumen zu seyner hochzeit. alzonam er seine Grysarden und fürte sie enauß under 20die gemein alles volkes. waz möchte daz meidleindo denke, daz sülcher erwirdikeit nye mer gesehenhatte, und sie woste von prangerey nicht zu sagen!großer demud ist die hystorie dem leser ein ursach,bedenckt er sey mit erns(t)licher ynnikeit. 25

Alzo nu Grysardis zwüschen den swestern stunddes marggrafen und ander edlen frawen, den sieenpfolen wart, * daz sie sie fürten nach fürstlicher * 411wirdikeit, do wart eyn sülch gedrang die junckfrawzu sehen, daz man kaum möcht (124") fort kumen. 30so waz auch eyn sülch groß wundern in allen ge-dai ken von schönde dez leybes, antlitz und dersy jn, daz eyns zu dem andern sprach: ,wie hab wirdij meid pey uns nicht gewost und wie möchte siedoch vor uns allen sich vorberge!' alzo wart sie 35mit großen froyden in daz pallatz gefurt und dieerde möchte sich gefrewit hab von den fröyden des

19 in «ms im 21 volkel = volkes! 31 lies aller 37 dem