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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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von S. Fauconnetii morphologisch nicht zu unterscheiden sind. 4. S. arachnoideum var. tomentosumX S. tectorum subsp. alpin um. Dem vorigen Bastard ähnlich, aber kräftiger, mit stärkerer Behaarung derBlattspitzen. Im Wallis mehrfach. 5. S. arachnoideum var. tomentosum X S. tectorum subsp.Schottii (= S. flavipilum Hausm., = S. Hausmänni Lehm., = S. Metteniänum Hausm. non Schnittsp.).Dem vorigen ähnlich, aber noch kräftiger, die Rosettenblätter niemals mit rotem Blattgrund. In Südtirol ziemlichhäufig und überall, wo die Stammarten zusammen vorkommen. --6. S. montanum subsp. montanum X S.Wulfenii (= S. rupicolum Kerner, = S. Hut6ri Hausm., = S. Braünii Facch. non Funde, = S. TheobäldiBrügger). Rosetten 4 bis 5 cm breit; Rosettenblätter länglich verkehrt=eiförmig, im oberen Drittel am breitesten,gegen die rötliche Basis allmählich verschmälert, vorne plötzlich kurz zugespitzt, oberseits kahl oder gegen dieSpitze zu zerstreut drüsenhaarig, unterseits über die ganze Fläche zerstreut drüsenhaarig, am Rande kurzgewimpert. Stengel 8 bis 15 cm hoch ; Stengelblätter an der Spitze rötlich, drüsig behaart. Blüten 10 bis 18 mmbreit. Kronblätter hellgelb mit zahlreichen roten Strichen und Längsstreifen. Staubfäden rotgelb oder purpurn.Unter den Stammarten in Tirol häufig, besonders in Südtirol, in Nordtirol im Oberinntal, m Pitztal, am Birk«kogel bei Kühetai, in den Schieferbergen zwischen Oetztal und Sellrain, in der Umgebung von Innsbruck imNavistal, zwischen Navis und Wattental; in der Schweiz im Oberengadin, Unterengadin und im Puschlav.7. S. montanum subsp. Stiriacum X S. Wulfenii (= S. Pernhoff6ri Hayek). Dem vorigen ähnlich,doch meist kräftiger, von der subsp. Stiriacum verschieden durch die verkehrt-eilanzettlichen, schwächerdrüsigbehaarten Rosettenblätter (grösste Breite über der Mitte), durch die längeren Kelchzipfel und durch diegelblichrote Farbe der Kronblätter, von S. Wulfenii verschieden durch die bis zur Spitze drüsig gewimperten,oft auch auf der Fläche drüsigen Rosettenblätter und die Farbe der Kronblätter. Selten in Steiermark und inKärnten. 8. S. arachnoideum var. gla br escens X S. Wu 1 f enii (= S. fimbri ä tum Schott, = S.röseum Huter). Rosettenblätter spatelig»zungenförmig, zugeschweift bespitzt, hellgrün, an der Spitze oft bräunlich,auf der Fläche kahl, an der Spitze mit einem Büschel von langen, schlängeligen Wollhaaren besetzt. Blütengelb, trübrot gestreift bis trübrot mit gelbem Rand. Unterscheidet sich von S. arachnoideum durch die breiteren,plötzlich zugespitzten, an der Spitze nur mit einigen längeren Wollhaaren versehenen Rosettenblätter, von S.Wulfenii durch die Wollhaare der Blattspitzen und durch die roten Kronblätter. Unter den Stammarten inSteiermark auf dem Eisenhut; in Kärnten auf der Görlitzen, Pasterze, unter dem Cellonkogel in Plöcken (amPasse bei den römischen Inschriften), bei Bad Mandorf im Gailtal; in Tirol bei Trafoi, am Stilfserjoch, am Rabbi»joch, in Pfitsch, im Pustertal, im Drautal, im Nonsberg, im Fassatal; in der Schweiz im Engadin. 9. S. G a u d i n i iX S. tectorum subsp. alpinum. Selten im Wallis. 10. S. Gaudinii X S. montanum subsp. montanum.Selten im Wallis. 11. S. arachnoideum var. glabrescens X S. Gaudinii. Selten im Wallis.12. S. arachnoideum var. glabrescens X S. montanum subsp. montanum (? = S. barbulätumSchott, = S. Delasoiei Schnittsp., = S. Ausserdorffcri Hut., = S. Hausmänni Ausserd. non Huter, = S. hybridumBrügg., = S. fimbriätum Wohlf. non Schnittsp., = S. Fünckii auetor. non F. Braun). Rosettenblätter lanzettlich,spitz, grün, beiderseits fein drüsenhaarig und am Rande drüsig gewimpert, an der Spitze durch wenige längereWollhaare gebärtet. Blütenstand 3» bis 10»blütig. Kronblätter lanzettlich, spitz (spitzer als bei S. arachnoideumund breiter als bei S. montanum), bläulichpurpurn mit dunklerem Mittelstreif. Ueberall da, wo die Stammelternzusammentreffen, häufig. In Bayern in den Allgäuer Alpen am Laufbachereck (1950 bis 2000 m), hier auchohne den einen Parens (S. montanum) vorkommend. 13. S. arachnoideum var. tomentosum X S.montanum subsp. montanum. Wie voriger Barstard, aber mit stärkerer Behaarung der Blattspitze. ImWallis. 14. S. arachnoideum var. glabrescens X S. montanum subsp. Stiriacum (= S.Nöricum Hayek, = ? S. barbulätum Schott). Unterscheidet sich von S. arachnoideum durch schwächere,wollige Behaarung der Blattspitzen und durch grössere, weniger lebhaft gefärbte Blüten, von S. montanum durchdie an der Spitze durch Wollhaare bärtigen Rosettenblätter und durch die weniger langzugespitzten Kronblätter.Bisher nur sehr selten in Steiermark und Kärnten beobachtet. Auch Tripelbastarde kommen bei Semper"vivum vor. Mit Sicherheit wurde S. arachnoideum X S. montanum X S. Wulfenii auf dem Schönbergbei Luttach im Taufertal beobachtet. Eine Pflanze hybrider Abkunft ist ferner zweifellos S. Fünckii F.Braun. Fig. 926 g bis 1. Pflanze 10 bis 25 cm hoch. Rosetten sternförmig ausgebreitet, 1,5 bis 5 cm breit. Rosetten»blätter aus verschmälertem Grunde verkehrt»eiförmig, plötzlich zugeschweift=zugespitzt, grasgrün, an der Spitzeoft rötlich, auf der Fläche, besonders unterseits mit kleinen, bald verschwindenden Drüsenhaaren, am Randemit langen, weissen, teilweise mit kleinen Drüsenköpfen versehenen Wimperhaaren, an der Spitze mit einemkleinen Büschel kurzer, geschlängelter Haare besetzt. Stengel reichlich drüsig»zottig. Stengelblätter zungenförmig,an der Spitze purpurn, dicht gewimpert und auf den Flächen drüsenhaarig. Blüten gross, sternförmig ausge«breitet, mit 12 Krön» und 12 Staubblättern. Kelchzipfel 5 bis 6 mm lang, am Grunde bärtig. Kronblätter gross,3 mal so lang wie die Kelchblätter, lanzettlich, lang zugespitzt, rosenrot mit purpurnem Mittelstreif. Staubfädenkahl, purpurn; Antheren orangegelb. Fruchtknoten dicht drüsenhaarig, plötzlich in den an der Spitze purpurnenGriffel zusammengezogen. Seit langem in fast allen Botanischen Gärten in Kultur; vor Jahren in Bayern im