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11*. Rosetten meist sternförmig ausgebreitet, ohne braune Spitze. Stengelblätter breiter als die Rosetten»blätter, fast stets tlrüsenhaarig. Nur in Oesterreich S. hirtum nr. 1405.
1397. Sempervivum tectörum ') L. Echte Hauswurz. Franz.,sauvage; engl., Barren privet, Hai., Barba dl Giove, carctoKt grass, Tat. 141, Ftg. . , g
und 924 a bis o (cxcl. k).
Die Art wird seit alter Zeit vom Landvolk auf dem
Brunnenstöcken) und als Zimmerpflanze angepflanzt (as c p schützen soll. Schon Karl der Grosse
keiner Pflege), weil die Pflanze nach dem o _sgau der kaise rlichen Güter die Hauswurz aufs
hiess in seinem „Capitulare (vgl. Bd. I, PK- Htislök ( Lauch" nach den fettigen
Dadi zu pflanzen: Hauswurz (mundartlich besonders im erc . ' d * j (Oberösterreich),
Blauem), Huslöf (nieilerdeutsdi), H.u.ampler CM—
Hausampler (Nfed.rO.krnUd,). ID"»„ k ,„,, , loot („tederdeuf«. Ton(<l)erb.r.rosa auf den Kamindedeel gepflanzt] (St. Gal e ), , der Eifel. Dimer=Gewitter). Im
(Aargau), Duner knöpf (Niederösterreich, Tirol), D,mer kraut (B.dgau in
Nahegebiet wird die Hauswurz wegen ihrerfetten Blatter Saiohre [= Sauohrl genannt.
Der Name Tote(n)blum (Zürich) rührt daher,dass das Vertrocknen oder auch das Blühender Hauswurz auf dem Dache den Tod einesHausbewohners vorhersagen soll. Wie dieSeduin.Arten (vgl. pag. 536), so wird auchunsere Art gegen den „Zitterach" (= trockeneHautabschilferung) verwendet, daher in Nieder-Österreich Zidriwurz'n. Entstellungen aus„ sempervivum" sind S e m p e 1 f i (Lübeck I,
Zimpelfi (Westpreussen). In Kärnten ist dieHauswurz schliesslich der (wilde, deutsche)
Rhabarber. — Im romanischen Graubündenheisst die Pflanze madragona, fasella(pasella) d'crap, rava d'crap.
Pflanze 10 bis 60 (100) cm hoch,ausdauernd. Rosetten mittelgross bis sehrgross-, Rosettenblätter in 3 /s Stellung,stern=förmig ausgebreitet, aus keilförmigemGrunde verkehrt=eiförmig bis verkehrt*lanzettlich, ± rasch geschweift zugespitzt,
grün, an der Spitze meist rotbraun, , .. , ~ rK
auf der Flädie ganz kahl, drüsenlos, am Rande mit kurzen, rätigen, o na ßgerichteten Wimpern besetzt. Stengel ± dicht (besonders gegen te pi ze zubehaart. Stengelblatter aus eiförmigem Grunde lein zugespitzt, meist braunrot geslnAel undin der vorderen Hälfte ganz braunrot, auf der Fläche drüsig behaart, am Rande dl g PBlütenstand reichlich verzweigt, reich* und dichtblütig. Kelchblätter anzett l , m ,
flaumig, zugespitzt. Kronblätter 12 bis 16 (meist 13) sternförmig ausge reite, hlassrosen»
unterseits drüsig=flaumig, am Rande drüsig oder nichtdrüsig gew imper , c ntirnurnen
rot, rotlila gestrichelt, am Mitte,nerv gelblid,
Antheren; die kronblattständigen Staubblätter hoher eing g
abwechselnden. Fruchtknoten grün, drüsig=flaumig; Griffel ka , purpur
An Felsen der Alpe» und Voralpen zwischen 200 (Tessin) und 2800 m. ZiemM, veAreUe
in den Alpen der Schweiz und von Oesterreich, in Deutschland utsprungl.d, wtld wohl nur
Fig. 923. Sempervivum tectörum L. subsp. tectorum (L.) WettstPhot. B. Haldy, Mainz.
') Lat. töctum (genitiv plur. tectörum) = Dach. Die Pflanze wird gern auf Dächer gepflanzt.