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Schkuhr, = T. Sclikuhrii Sprengel). Die Blüten öffnen sich auch auf dem Land meist nicht, sind also regelmässigkleistogam und autogam. Sie sind nur sdieinbar blattwinkelständig, in Wirklichkeit aber an Kurztrieben end»ständig. Der Stengelbau ist der einer echten Wasserpflanze. Das den grössten Teil des Querschnitts einnehmendeRindenparenchym wird von Luftkanälen durchzogen. In dem einzigen, zentralen Leitbündel lassen sich 1 undeutlichgesonderte Gefässgruppen mit meist ringförmigen, selten spiraligen Verdickungen erkennen. Die Dorsi»ventralität der Laubblätter ist sehr wenig ausgeprägt. Weiteres über die Morphologie und Physiologie desSprosses, der Blüte und Frucht bei Caspary, R. Bulliarda aquatica DC. in Schriften der Physik.• Oekonom.Gesellsch. Königsberg. Bd. I 1860, pag. 66 bis 91.
1381. Crassula muscösa (L.) Schoenland (= Tillsea 1 ) muscösa L.). Moosblümchen, Moos»artiges Dickblatt. Taf. 140, Fig. 7 und Fig. 902 e bis h.
Einjährig, 1 bis 5 (8) cm hoch, in der Tracht an nichtblühende Sagina nodosa oderan Illecebrum verticillatum erinnernd. Wurzel frühzeitig verschwindend. Stengel niederliegendoder aufsteigend, seltener aufrecht, meist stark verzweigt, 4»kantig, oft rötlich überlaufen,reichlich Adventivwurzeln treibend. Laubblätter gegenständig, am Grunde kurzscheidig ver»bunden, ^ abstehend, eiförmig, spitzlich, bis 2 mm lang, dick, oberseits flach, unterseits gerundet,sehr dichtgedrängt, oft sich i deckend, in ihren Achseln sehr gestauchte, wechselständige Kurz»triebe tragend. Blüten zu 2 bis 4 in den Achseln der Laubblätter sitzend, 3» (selten 4»)zählig(Fig. 902 e). Kelchblätter 3, breit»lanzettlich, spitz, 1 mm lang, hellrot mit weisser Spitze. Kron=blätter 3, schmaManzettlich, spitz, weiss bis hellrot, kürzer als der Kelch. Staubblätter 3, kürzerals die Kronblätter. Balgfrüchte 3, breit=eiförmig mit kurzer Spitze, 2= (selten 1= oder 3=)samig,mit deutlicher Einschnürung (Fig. 902 f, g), vor den Fruchtblättern 3 sehr kurze, fädliche Drüsen»schuppen. Samen länglich, dunkelbraun, 0,4 mm lang, längsrunzelig. — V bis IX.
Sehr zerstreut und selten (oft wohl übersehen 1) auf Aeckern, Heiden, an Ufern; auffeuchtem Sand» und Lehmboden. Nur in der Ebene in Nord» und Nordwestdeutschland.
In Deutschland am Niederrhein um Cleve (hinter dem Fasanengarten, zwischen Bedburg undSchneppenbaum, bei Rosenthal, Calcar, Kehrum, Monreberg), Xanten, Mörs und Hau, in Westfalen, im unterenLippegebiet (bei Coesfeld hinter der Kleinke |hier 1S23 von B o e nn in gh au s en entdeckt]), bei Haltern (früher),Bossendorf, Hämmdien und Vest bei Rellinghausen, bei der Sickingmühle, Linterbeck, bei Schulte in Hülsen,in der Provinz Brandenburg im Kesselgrunde bei Nieder.Görsdorf, bei Jüterbog und in Anhalt bei Oranien»bürg. — Fehlt in Oesterreich und in der Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: West» und Südeuropa.
Crassula muscösa gehört dem westmediterran=atlantischen Element an. In der nordwestdeutschenTiefebene erscheint das unscheinbare Pflänzchen gern in Gesellschaft von Radiola linoides und von Limosellaaquatica an feuchten Stellen in der Erica tetralix=Heide. Andrerseits ist die Art gelegentlich auch auf feuchten,sandigen Aeckern mit Radiola linoides, Centunculus minimus und Limosella aquatica anzutreffen. — Die kleinen,sehr unscheinbaren, rötlichen oder weltlichen Blüten werden wohl ausschliesslich durch Selbstbestäubung be»fruchtet. — An sehr trockenen Standorten nimmt das Pflänzchen einen sehr gedrungenen Wuchs an und istauch meist rötlich gefärbt.
CCCLXXIII. Sedum ) L. Fetthenne, Fettkraut. Franz.: Orpin, sedon; engl.:
Orpine, stonecrap; ital.: Grassella.
Einjährige und mehrjährige Kräuter und Halbsträucher mit Wechsel» oder gegenständigen(meist nicht rosettig genäherten), flachen oder walzlichen Laubblättern. Nebenblätter fehlend.Blütenstände cymös (doldentraubig oder doldenrispig). Blüten meist 5» (3= bis 7»)zählig, meistzwitterig, selten (S. roseum) teilweise eingeschlechtig. Kelchblätter frei oder ± verwachsen.Kronblätter meist so viele wie Kelchblätter, frei, meist schmal und spitz. Staubblätter doppelt
') Benannt nach dem Italiener Michelangelo Till! (1653 bis 1740), der ein Verzeichnis der Pflanzendes Botanischen Gartens zu Pisa abfasste.
s ) Angeblich von lat. sedare = stillen; weil die saftigen Blätter kühlend wirken und als schmerz»stillendes Wundmittel Verwendung finden. — Plinius (Nat. hist. XVIII, 159) bringt sedum als Synonym von aizoum.