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Tafel 140.
Erklärung der Figuren.
Fitf-
Sedum Telephium subsp. maximum (pag.
523). Habitus.
Junge Balgfrüchte mit Drüsenschuppen.Sedum villosum (pag 529). Habitus.Sedum dasyphyllum (pag. 532). Habitus.Längsschnitt durch ein Fruchtblatt.Sedum acre (pag. 536). Habitus.4 a. Blüte von oben.
4 b. Laubblatt (vergrössert).
5. Sedum mite (pag. 539). Habitus.
5 a. Laubblätter (vergrössert).
1 a
2.
3.3a
4.
Fig. 5 b. Balgfrüchte.
„ 6. Sedum rupestre subsp. reflexum (pag.
541). Habitus.
„ 6 a. Gynaeceum mit Kelch.
„ 6 b. Kronblatt mit Staubblatt.„ 6 c. Halbreife Früchte.
„ 7. Crassula muscosa (pag. 517). Habitus.„ 8. Sedum album (pag. 534). Habitus.„ 8 a. Blüte von oben.
„ 8 b. Laubblatt (vergrössert).
Fip. 900. Laubblatt von Bryophyllum calycinumSalisb. mit Brutknöspchen.
Die Blüten sind proterandrlsch j proterogyn sind nur wenige Arten wie S. alpestre, mite, Hispanicumusw. Ganz homogam sind dagegen Sempervivum furtum und Sedum spurium. Bei ausbleibender Fremd*bestäubung kann Selbstbestäubung eintreten (näheres bei den einzelnen Arten 1). Die Fremdbestäubung wird durchInsekten (besonders durch Hummeln) oder wie bei Cotyledon und Kalanchoe durch Vögel (Ornithophilie) ver»mittelt. Für die Anlockung kommen die von grün und gelb bis leuchtend rot gefärbten Kronblätter sowie die am
Grunde des Fruchtknotens liegenden Flonigschuppen in Betracht.
Der Honigschutz wird nach G ü n t h a r t meistens durch dasAuswärtswölben des Stempelgrundes und durch Anpressen derBasis der Staubfäden an dieselben, durch Röhrenbildungzufolge der ungleidihohen Insertion der Staubfäden, durch dieBeladung der in Frage kommenden Blütenteile sowie durchZusammenneigen der Kronblätter am Anfange der Antheseerreicht. Die Samenknospen zeichnen sich nach S. Rombachdurch den eigentümlichen stark reduzierten Nucellus aus, welcheReduktion durch den sehr lockeren Bau der Elemente desNucellus, mit welchem ein oft frühzeitiges Degenerieren desGewebes zusammengeht, bedingt wird. Von den ausländischenArten hat die Gattung Bryophyllum besonderes Interesse,deren Vertreter (besonders B. calycinum Salisb. aus denTropen und Subtropen beider Erdhälften) in den Kerben der Blattränder Brutknöspchen entwickeln (Fig. 900),die leicht abfallen und zu neuen Pflänzchen heranwachsen. — Die Samen sind nach Kinzel bei der Keimungstreng ans Licht gebunden (Lichtkeimer).
Eine sehr auffallende, fast im ganzen Mittelmeergebiet verbreitete und auch in Irland und Englandvorkommende Pflanze ist Cotyledon 1 ) Umbilicus L. (= Umbilicus pendulinus DC.), Venusnabel; ital. >Cappelloni, coperchiole, scodelline. Laubblätter lang gestielt, schildförmig, ähnlich denen von Hydrocotyle vulgaris,aber grösser und fleischiger. Blüten nickend, grünlich, in verlängerten Trauben. Die lange angezweifelte Angabeaus der Südschweiz ist vor kurzem durch Belege im Herbar Franzoni's von Losone bei Locarno bestätigtworden; doch handelt es sich hiebei wohl nur um einen Gartenflüchtiing. Im Altertum wurde der Saft dieserArt zu Heilzwecken gebraucht.
Ausser den bei den Gattungen Crassula, Sedum und Sempervivum genannten Arten verdienen alsanspruchslose Zierpflanzen Erwähnung: Cotyledonsecünda Baker (= Echev6ria secunda Lindl.), aus Mexiko(Fig. 901). Pflanze stengellos. Laubblätter kahl, dicht rosettig, verkehrt eirund^keilförmig, kaum doppelt solang als breit, deutlich bespitzt, beiderseits blassgrün, anfangs fast graugrün, später tiefrot. Blüten 12 bis 15,zu einer einseitswendlgen, unten lockeren Traube vereinigt. Krone orangerot. — Cotyledon retüsa Baker(= Echeveria retusa Lindl.), aus Mexiko. Aehnlich, aber Laubblätter doppelt so lang als breit, an der Spitzeabgerundet, beiderseits schwach graugrün, später am Rande gekräuselt. Blüten scharlachrot. Diese beiden undnoch weitere Arten (C. agavödes Baker, C. glaüca Baker, C. pümila Baker usw.) werden ihrer dichten, blau»
') Gr. y.otv'Krfiuiv (kotyledön), Name unserer Pflanze bei Dioskurides, der auch schon Umbilicus V6nerisals römischen Namen überliefert. Stammt von gr. xoriXri (kotyle) Napf, Nabel = lat. umbilicus. Unter diesemNamen wurden später eine ganze Reihe verschiedener Pflanzen vereinigt (vgl. Saxlfraga Cotyledon und Hydrocotyle).