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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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615
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Kinderkrankheiten. 615

brück vollendet. Erscheint derselbe früher, so ist eseine Übereilung der Natur, und nicht gut, weil dieReizbarkeit des Kindes noch zu gross ist und leichtNervenzufälle, Krämpfe usw. eintreten.

Zuweilen tritt während des Zahnens Durchfallein, der nur dann nicht beachtet werden darf, wenner gering ist. Wird er jedoch stärker, 80 muss manhomöopathische Mittel anwenden, und das Ab-raten mancher Ärzte vor dem Mediziniren beziehtsich nur auf starke allopathische Mittel, die aller-dings oft schädlicher als das Übel sind. Es ist aberein schlimmes Vorurteil, welches Mütter abhält, beimZahndurchfalle ärztliche Hilfe zu suchen, da diesmanchem Kinde schon das Leben gekostet hat. Beigrünlichem, übelriechendem Durchfalle ist das besteMittel: Cham, x etwa 3- bis 4stündlich '/2 Tee-löffel voll; bei vielem Speichelflusse und schlei-migem, wässerigem oder blutigem, wegprasselndemDurchfalle: Merc. x; bei grosser Mattigkeit China x;bei Husten mit Verschleimung der Brust -Puls, x oder Turt. eiuet. x, auch Ipec. x, letzteresnamentlich bei Schleim- oder Milcherbrechen. Beitrockener Hitze Acon. x, stündlich '/2 Teelöffelvoll, bei Unruhe, Zusammenschrecken: Coflea x,auch dann, wenn das Kind schon Kamillentee be-kommen hatte; bei glühender Hitze in Kopf undHandtellern: Bell, x, oder auch Acou. x. Willder Durchbruch nicht recht von Statten gehen, soist Calc. carli. x ausgezeichnet; desgL bei Haut-ausschlägen, wogegen kräftige Kinder auch Sulf. xbekommen können Treten Krämpfe ein, so berück-sichtige man den vorigen Abschnitt und lese auchdas Kapitel:Hitzige Gehirnhöhlen wassersucht"undGehirnentzündung" durch, damit zur rechtenZeit vorgebeugt werden kann.

Das beste Mittel, das Zahnen zu erleichtern, istdie Mutterbrust, weshalb ich auch rate nichteher zu entwöhnen, als bis die ersten Zähne durch-gebrochen sind. Man kann den Kindern einen