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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
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614 Kinderkrankheiten.

kleiner Kinder, die oft in wirkliche Krämpfe über-gehen. An und für sieh sind sie bei gesundenKindern nicht gefährlich und gehen in der Regelvon selbst vorüber; verstärken sich jedoch die An-fälle und kehren immer wieder, so gebe man Cham, x,haben die Kinder oder Wöchnerinnen jedoch Kamillen-tee getrunken: Coffea x. Auch Ignat. x hat siehsehr hilfreich erwiesen; sollte das Kind einen Schreckbekommen haben, so ist Opium x angezeigt. BeiBehr heftigen Kindern: ,\ux vom. x. Sind Würmermit im Spiele: Giun x oder SIerc. x. Werden esförmliche Krämpfe, so ist ein Hauptmittel Bell, x,und wenn das Zahngeschäft dabei beteiligt: Calc.carli. x oder Cham., doch sämtliche oben genannteMittel werden auch bei Zahnkrämpfen gegeben.

Hierher gehört auch Starrkrampf mit Kimi-hackenkraiupf der Neugeborenen (Tetanus ettrismus neonatorum), den ich unter Berücksichtigungder oben angeführten ursächlichen Momente durchAcon. x, Beil. x, Cham, x, Ign. x, Kux vom. xöfters geheilt habe. Yergl. dieses Kapitel im Haupt-Register.

24. Das Zahnen der Kinder geht in derRegel bei allen, die naturgemäss erzogen und nichtverweichlicht sind, die vom zweiten Lebensmonatean jeden Morgen kalt gewaschen und an diefrische Luft getragen wurden, und nicht anMützen gewöhnt waren, sondern mit blossem Kopfeumherlaufen konnten regelmässig und ohne heftigeBesehwerden vor sich. Leider aber verfallen vieleKinder der Weichlichkeit der Mütter und dem Vor-urteile der Grossmütter und Tanten, und dann istes nicht anders möglich, als dass sich Beschwerdeneinstellen müssen.

Im fünften oder sechsten Monate treten die Zähneein, was oft unbemerkt vor sich geht, es verursachtnur etwas Spannung, Speichelfluss und zuweilenSchmerzen. Der Durchbruch der ersten Zähnefindet vom sechsten bis zehnten Monate statt. Erstam Ende des zweiten Lebensjahres ist der Durch-