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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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europäischen Gebirge sehr verbreitet und in den meisten Gebirgsgegenden gemein, sowohlauf kalkarmer wie auf kalkreicher Unterlage, nur vereinzelt auch in die colline Stufe und insTiefland herabsteigend, andererseits öfters bis in die alpine Stufe steigend, in den Nordalpen meistbis zirka 2200 m, im Berner Oberland bis 2345 m, in den Lechtaler Alpen bis 2273 m, in denSüdalpen (Südtirol, Tessin) vielfach bis 2400 m, im Wallis bis 2500 m, in der Tatra bis 2081 m,in den Mittelgebirgen viel weniger hodi (z. B. im Bayerischen Wald nur bis 1000 m), inSkandinavien bis zur Grenze der Strauchweiden.

Im südlichen und mittleren Deutschland ziemlich verbreitet, besonders in den Vogesen, im Schwarz«wald, Jura, in den Alpen und mehreren Herzynischen Gebirgen (fehlt jedoch dem Fichtelgebirge), seltener inder Oberrheinischen Tiefebene, im Fränkischen Jura, im Spessart (nur bei Lohr), Sachsen (fehlt im Vogt-land, in der Lausitz und SächsischenSchweiz) und* Odertal; nördlich biszur Pfalz (Kaiserslautern, Annweiler,Falkenstein, Nahetal), Rheinprovinz(vielfach im Schiefergebirge, verein,zeit bis Hülz, Kempen und Aachen),Hessen (bis zum Kaufunger Wald),Sauerland (Winterberg und Wittgen.stein, sonst in Westfalen nur im Alme»tal bei Böddeken, bei Büren in derRahmede, Oerlinghausen in Lippe,Barkhauser und Menkhauser Berge),Harz (besonders im Bezirk Hildes»heim, vereinzelt bis Braunschweig),Neuhaidensieben, Brandenburg (sehrzerstreut), Mecklenburg (nur bei Röbelund Parchim) und Pommern, in Schles»wig.Holstein bei Apenrade (früher),Hadersleben(Christiansfeld und Aller,mühle im Kreis Hadersleben); häufigeröstlich der Oder, in West, und Ost.preussen verbreitet, eingeschleppt aufHelgoland. — In Oesterreich inden Alpenländern bis Krain und Steier»mark sehr verbreitet und häufig, auchim Böhmerwald, Erzgebirge, Beraun, und Polzengebiet, Iser. und Riesengebirge, im Gesenke und in den Kar.paten. Fehlt im Küstenland. — Inder Schweiz in den Alpen und im ganzen Jura sehr verbreitet und gemein,im Mittelland sehr zerstreut, unterhalb 700 m sehr selten (Frauenfeld, Chillon), im Kanton Genf nur bei Compesieres.

Allgemeine Verbreitung: Mittel« und nordeurasiatisdie Gebirge, nördlich bisIsland, Faer*Oer (häufig), nördlichstes Norwegen, Russland und Sibirien (noch auf Kolgujewim nördlichen Eismeer), östlich bis ins Jenisseigebiet (in Ostasien und Nordamerika durch nahverwandte, vielleicht z. T. nur Unterarten darstellende Arten vertreten, in Nordamerika aucheingeschleppt), südlich bis Armenien, bis ins nördliche Kiemasien, die nördlichen Balkanländer bisAlbanien (fehlt jedoch in Dalmatien und Istrien), Alpen und Apenninen bis zum MontePollino in Kalabrxen (fehlt auf den Mittelmeerinseln), südfranzösische Gebirge bis zu denPyrenäen und spanischen Gebirgen.

G. silvaticum ist recht vielgestaltig! doch ist der Formenkreis noch sehr ungenügend klargestellt, daüber die Korrelation der einzelnen Merkmale und die Verbreitung etwaiger Rassen in Mitteleuropa noch sogut wie nichts bekannt ist. Es werden unterschieden:

a) Nach der Bekleidung der Sprosse: var. glabriüsculum Beauverd. Beinahe kahle Form vonder Dent de Jaman (Waadtländer Alpen). — var. eglandulösum Celak. (= var. alpestre Hayek, vix G.alpöstre Schur). Sprosse mässig behaart, drüsenlos. Anscheinend weit verbreitet, z. B. in den Karpaten, Su»deten und Ostalpen. — var. typicum Bede em. Gams. Sprosse mässig behaart, unterwärts drüsenlos, ober«wärts (namentlich im Blütenstand) drüsig. Wohl am häufigsten. Dazu als eine niedrige Bergform mit sehr

Fig. 1632. Geranium silvaticum L., in einer Hochstaudenwiese auf der Bernina.Phot. Dr. E. Riibel und Emil Ganz, Zürich.