1674
13*. Blattabschnitte (ausser bei G. argenteum und G. cinereum) nicht lineal. Blütenstände meist zwei»blütig, oft doldenrispig oder wickelig gehäuft 14.
14. Stengel mit Laubblättern besetzt, schon bei Beginn der Anthese viel länger als die Rosetten«blätter. Grundachse im Boden bleibend. Meist Wiesen« und Waldpflanzen 15.
14*. Stengel meist nur Hochblätter tragend, die 5« bis 7.spaltigen Rosettenblätter wenigstens bei Be«ginn der Anthese nicht oder nur wenig überragend. Grundadise einen meist über den Boden tretenden,dicken, von Nebenblattresten umscheideten Erdstock bildend. Meist Felsenpflanzen (mit Ausnahme von G.argenteum und G. macrorrhizum im Gebiet nur Zierpflanzen) 31.
15. Blattspreiten zu ®/i bis fast zum Grund in 5 bis 6 Lappen geteilt; wenn weniger tief, die Stengelstets aufrecht und die Blütenstandsstiele drüsig 16.
15*. Blattspreiten höchstens bis zu 4 /o in meist 3, seltener 5, meist breite Abschnitte geteilt, höchstens8 cm breit. Stengel ausser an den Knoten dünn, aufsteigend, meist (ausser bei G. asphodeloides) nicht drüsig.Kronblätter meist ausgerandet 27.
16. Fruchtstiele stets (ausser bei G. peregrinum) aufrecht, ausser bei G. rivulare und G. maculatumdrüsig. Kronblätter ± aufrecht abstehend oder ausgebreitet, nie zurückgeschlagen 17.
16*. Fruchtstiele herabgeschlagen, nur bei dem blaublütigen G. pratense drüsig 23.
17. Arten der europäischen Gebirge. Blattlappen spitz, meist tief geteilt. Kronblätter nur so langbis 1 l l» mal so lang wie die Kelchblätter " 18.
17*. Fremde Zier, und Adventivpflanzen. Kronblätter ;£ doppelt so lang wie die Kelchblätter, wennkürzer, weiss 19.
18. Nebenblätter lanzettlich zugespitzt, meist hellbraun. Stengel i 3 bis 9 dm hoch. Blütenstieledrüsi g. Kronblätter meist rotviolett, selten weiss, ± 1Vi bis 2 cm lang. Verbreitete Art. G. silvaticum nr. 1777.
18*. Nebenblätter breiteiförmig, glänzend kastanienbraun. Stengel 1 '/a bis 4 (bis 6) dm hoch. Blüten«stiele drüsenlos. Kronblätter weiss, rosageadert, i 1 cm lang. Nur in höheren Lagen der West« und Südalpen.
G. rivulare nr. 1778.
19. Blütenstiele drüsenlos. „Alraunwurzel" G. maculatum pag. 1671.
19*. Blütenstiele drüsig 20.
20. Blattspreiten nur zu l /t bis '/«in abgerundete Lappen geteilt. Kronblätter violett. Ostmediterrane Art.
G. Ibericum pag. 1671.
20*. Blattspreiten zu '/« bis e / 7 in spitze, sich auch am Grund nicht deckende Lappen getrennt. Ameri«kanische, dem G. silvaticum ähnliche Arten 21.
21. Laubblätter auch oberseits behaart. Kronblätter purpurn, doppelt so lang wie der Kelch. VonG. silvaticum durch die schmäleren Blattlappen und die linealen Nebenblätter zu unterscheiden.
G. incisum pag. 1671.
21*. Laubblätter oberseits kahl, unterseits nur spärlich behaart. Kronblätter weiss 22.
22. Nebenblätter lanzettlich bis lineal. Kronblätter 1'/* bis 2 mal so lang wie der Kelch.
G. Richardsoni pag. 1671.
22*. Nebenblätter dreieckig=eiförmig. Kronblätter kaum länger wie der Kelch. Nur adventiv bekannt.
G. peregrinum pag. 1671.
23. Obere Stengelblätter wechselständig. Kelchblätter ohne deutliche Granne. Kronblätter radförmigausgebreitet bis zurückgeschlagen. Fruchtklappen querrunzelig. Stengel drüsenlos. Taf. 173, Fig. 1.
G. phaeum nr. 1780.
23*. Auch die oberen Stengelblätter gegenständig. Kelchblätter mit deutlicher Granne. Kronblätternie zurückgeschlagen, lebhaft gefärbt (blauviolett bis purpurn). Fruchtklappen glatt 24.
24. Stengel kräftig aufrecht, oberwärts drüsig. Fruchtstiele sich wieder aufrichtend. Krone blau.Laubblätter i 6 bis 14 cm breit, tief in schmale, spitze Lappen zerteilt. Taf. 174, Fig. 2.
G. pratense nr. 1779.
24*. Stengel schlaff, aufsteigend oder klimmend, nur bei dem selten eingeschleppten G. collinumdrüsig. Fruchtstiele herabgeschlagen bleibend. Krone purpurn bis violett. Laubblätter meist nur 5 bis 7 cmgross 25.
25. In Sumpfwiesen (doch auch in Wäldern) weit verbreitet. Ganze Pflanze zerstreut behaart, derKelch nur an den Nerven. Stiele der wenig zahlreichen Rosettenblätter höchstens 3 bis 4 mal so lang wiedie Spreite. Kronblätter i l'/icm lang, purpurn. Taf. 173, Fig. 2 G. palustre nr. 1781.
25*. Stärker behaarte, im Gebiet nur kultivierte und eingeschleppte Arten 26.
26. Blütenstiele meist drüsenhaarig. Blattlappen wie bei G. pratense tief zerschlitzt. Kelchblätteraussen seidig behaart. Krone purpurn G. collinum pag. 1671.
26*. Blütenstiele nie mit Drüsen. Mit G. palustre nahe verwandte Arten 27.