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4,3 (1924) Dicotyledones : (II. Teil)
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1672
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1672

land (ganz vereinzelt noch in Siebenbürgen) bis ins Baikalgebiet. Nur ausnahmsweise in Kultur. Adventiv beiBasel 1904. 10. G. striätum L. Mit G. nodosum nahe verwandt. Heimat» Von Sizilien und Kalabriendurch die Balkanländer bis zum Kaukasus. War schon im 17. Jahrhundert in Kultur, jetzt nur noch selten inGärten. 11. G. Wallichiänum D.G.Don. Grossblütige Zierpflanze aus dem Himalaya und Korea, seit1820 in europäischen Gärten. 13. G. cin6reum Cav. Mit G. argenteum nah verwandte Felsenpflanzeder südeuropäischen Gebirge. Die var. typicumKnuth mit anliegend behaartem Kelch in den Pyrenäen undim südlichen Apennin, die wohl allein in Kultur befindliche var. subcauUscens (L'Hdrit.) Knuth (= G. as«phodeloides Sibth, et Sm. non Burm., = G. argenteum Bory et Chaub. non L.) mit abstehend behaartem Kelchin den Gebirgen von Dalmatien und Griechenland bis ins Kaukasusgebiet, Kleinasien, Armenien und Libanon. 13. G. tuberösum L. (= G. radic&tum Bieb., = G. linearilobum DC., = G. macröstylum Boiss.). Dieim ganzen Mittelmeergebiet (nördlich bis Südfrankreich [anscheinend erst seit 1812 eingebürgert], zur RivieralHerzegowina und Dalmatien) und Westasien bis zur Dsungarei weit verbreitete Art wird für das yeqaviov[geränion] des Dioskurides gehalten. Die Rhizomknollen waren im Altertum sowohl als Speise wie als Heil»mittel (gegen Blähungen, Schwindsucht, Ohrenleiden usw.) in Gebrauch. Die Pflanze war schon im 16. Jahr»hundert in zahlreichen Gärten Deutschlands (z. B. in schlesischen schon 1594) und Belgiens in Kultur. Diegebauten Pflanzen sollen alle von solchen stammen, die Aldrovandi nach 1560 aus Dalmatien an Mat»tioli geschickt hat. Die Angaben von Mattioli und Viviani, dass die Pflanze in der Vallis Anania(Nonsberg in Tirol) vorgekommen sei, beruhen wohl auf Irrtum.

1. Ein« bis zweijährige, seltener (G. Pyrenaicum und G. Sibiricum) auch mehrjährige Arten mitPfahlwurzel. Kronblätter meist unter 1 cm lang - . 2.

1*. Ausdauernde Arten mit Grundachse. Kronblätter meist über 1 cm lang 13.

2. Stengel brüchig, durch die herabgeschlagenen Stiele der unteren Rosettenblätter gestützt. Kelch krug»förmig, den Kronblättern und der Frucht eng angepresst. Kronblätter mit verlängertem, kahlem Nagel, rosa . 3.

2*. Stengel meist kräftiger, nicht durch Blattstiele gestützt. Kelch becherförmig, die Krone und Fruchtlose umschliessend, zuletzt ± abstehend. Kronblätter mit kurzen, meist i behaarten Nägeln 4.

3. Sprosse dicht mit abstehenden Drüsenhaaren besetzt, oft rot. Blattspreiten bis zum Grundin 3 bis 5 fiederspaltige Abschnitte geteilt. Kelchblätter glatt. Gemeine Art. Taf. 173, Fig. 6.

G. Robertianum nr. 1792.

3*. Sprosse ± kahl, glänzend. Blattspreiten unter 3 cm breit, nur wenig über die Mitte in stumpgekerbte Lappen geteilt.- Kelchblätter querwellig. Seltene Art G. lucidum nr. 1791.

4. Stengel meist ± abstehend behaart, oberwärts mit kurzen Drüsenhaaren besetzt. Blattspreiten ikreisrund, meist unter 3 (selten die der Rosettenblätter bis 8) cm breit, nur zu V» bis '/« in 5 bis 9 meistwenig tief eingeschnittene Lappen zerteilt. Obere Laubblätter meist sitzend, ± hochblattartig. Kelchblättereiförmig.elliptisch, stets unbegrannt. Kronblätter höchstens 9 mm lang. Düngerliebende Arten .... 5.

4*. Alle Laubblätter deutlich gestielt, mit ± 3 bis 9 cm breiten, zu a /» bis fast zum Grund in 3 bis 7grob gezähnte bis fiederspaltige Lappen geteilt. Kelchblätter stets deutlich begrannt. Nicht besonders dünger.liebende Arten 8.

5. Obere Laubblätter wechselständig. Blattlappen deutlich länger als breit, in 1 bis 2 Zipfel gespalten.Kronblätter nicht oder wenig länger als die Kelchblätter, deutlich ausgerandet. Samen glatt. 1« bis 2.jährigeArten 6.

5*. Auch die oberen Laubblätter gegenständig. Blattlappen von ± quadratischem Umriss. Krön«blätter stets deutlich länger als die Kelchblätter. Samen nicht glatt 7.

6. Stengel unterwärts nur spärlich behaart, meist sehr ästig. Kronblätter nur i 3 mm lang, hell«violett. Fruchtklappen glatt, anliegend behaart G. pusillum nr. 1787.

6*. Stengel auch unterwärts dicht zottig, meist wenig verzweigt. Kronblätter 4 bis 8 mm lang, violett«rot. Fruchtklappen querrunzelig, nur am Rand i gewimpert. Taf. 173, Fig. 5 . . . . G. molle nr. 1786.

7. Einjährige Art. Stengel kurz behaart. Blattspreiten nur 1 bis 2 cm breit, mit 3 «spaltigen Lappen.Kronblätter nur 4 bis 6 mm lang, ganzrandig, fleischrosa. Samen deutlich netzig«grubig.

G. rotundifolium nr. 1788.

7*. Zwei« bis mehrjährige Art. Stengel länger behaart. Blattspreiten 2 bis 4 (bis 8) cm breit, mit 3« bis9«zipfeligen Lappen. Kronblätter 6 bis 9 mm lang, tief ausgerandet, rotviolett. Samen feinwarzig. Taf. 173, Fig. 3.

G. Pyrenaicum nr. 1785.

8. Stengel aufsteigend oder aufrecht, mit grösstenteils rückwärts gerichteten Haaren und meist nurwenigen Internodien. Blattspreiten zu'/« bis fast zum Grund geteilt) die Lappen tief in lineale Zipfel zerspalten