1642
34*. Schlingstrauch. Blüten meist blau, in hängenden Trauben Wistaria pag. 1386.
35. Endblättchen oft viel grösser als die seitlichen. Blüten in von zerschlitzten Hüllblättern umgebenenKöpfen, mit Nudelpumpeneinriditung. Hülsen eine im Kelch gestielte Nuss .... Anthyllis pag. 1352.
35*. Endblättchen nicht grösser als die anderen. Blüten in Trauben oder Köpfen, ohne Hüllblätter,m it einfacher Klapp Vorrichtung (wenn mit stark eingerolltem Schiffchen, vgl. Apios pag. 1625) .... 36.
36. Hülsen nussartig, oft einsamig, meist ± bedornt 37.
36*. Hülsen kapselig, 1» oder oft 2-fächerig, oft aufgeblasen 38.
37. Blütentrauben viel länger als die Laubblätter. Blättchen klein, nicht drüsig. Hülsen stets einsamig.
Onobrychis pag. 1487.
37*. Blütentrauben viel kürzer als die sehr grossen, drüsig punktierten Laubblatter. Hülsen 1» bis 4.samig.
Glycyrrhiza pag. 1453.
38. Oberstes Staubblatt frei. Griffel kahl (wenn oberwärts bärtig, Vgl. Clianthus und Swainsoniapag. 1456). Hülsen 2« oder l.fächerig Astragalus pag. 1402.
38*. Blüten bläulichweiss, in lang gestielten Trauben. Alle Staubblätter verwachsen. Griffel kahl.Hülsen stielrund (Fig. 1607), l.fächerig. . . Gal ega pag. 1387.
39. Holzpflanzen. Laubblätter nie mit Ranken, oft mit ver«dornenden Blattspindeln. Mindestens 9 von den 10 Staubblätternverwachsen (wenn alle frei, vgl. Cassia pag. 1131 und Ceratoniapag. 1131) . Griffel kahl . 40.
39*. Kräuter. Blattspindel nie verdornend, oft in eine Rankeendend. Griffel oberwärts meist behaart (wenn Griffel kahl und Laub«blätter 2jochig, ohne Ranken, vgl. Arachis pag. 1463) . . .41.
40. Grössere Sträucher und Bäume. Blüten zu 1 bis 3,we nn gelb, vgl. Caragana pag. 1400, wenn rot, Ha Ii mo den»d r o n pag. 1400.
40*. Halb» und Zwergsträucher. Blüten zu 3 bis 8, rosaoder weiss . . . Astragalus sempervirens pag. 1437 undAstragalus Tragacantha pag. 1405.
41. Kelchzähne mehrmals länger wie die Kelchröhre. Blüten5 bis 7 mm lang, lila. Staubfadenröhre schief abgeschnitten. Griffelabgeflacht, auf der Innenseite mit Haarleiste. Hülsen 1« bis 3«samig.Ein« oder zweijähriges Kraut mit scharfkantigen Stengeln und schmal,elliptischen Blättchen Lens pag. 1501.
41*. Kelchzähne kürzer oder wenig länger wie die Kelch»röhre, wenn mehrmals länger, der Stengel deutlich geflügelt. Hülsen2» bis vielsamig 42.
42. Nebenblätter grösser als die Blättchen, eiförmig.herz»förmig, oft so lang oder länger wie die 1» bis 3»blütigen Blütenstände.Blüten ± 2 bis 3 cm lang. Staubfadenröhre gerade abgeschnitten.Griffel flach, zusammengefaltet. Ein« oder zweijährige, völlig kahlePflanze Pisum pag. 1610.
42*. Nebenblätter kleiner als die Blättchen, meist halbspiessförmig (wenn grösser als die Blättchenoder diese fehlend, die Blüten gelb) 43.
43. Blättchen in der Knospenlage meist gefaltet, nie parallelnervig, meist in vielen Paaren, wenn inwenigen, die Blüten in den Blattachseln sitzend (ausgenommen V. oroboides pag. 1540). Nebenblätter oft mitDrüsenfledcen, bei vielen Arten stark gezähnt. Staubfadenröhre schief abgeschnitten. Griffel fädlich, nie gedreht.
Vicia pag. 1506.
43*. Blättchen in der Knospenlage meist gerollt, meist nur in 1 bis 3 (höchstens 6) Paaren. Neben«blätter nie mit Drüsenfledcen, nie stärker gezähnt. Blüten in lang gestielten, meist armblütigen Trauben. Staub«fadenröhre gerade abgeschnitten. Griffel oft i abgeflacht, bei vielen Arten gedreht . Lathyrus pag. 1562.
44. Alle Laubblätter doppelt gefiedert. Staubblätter meist zu mehr als 10. Vgl. Albizzia undAcacia pag. 1123 und Mimosa pag. 1126.
44*. Nur einzelne Laubblätter doppelt gefiedert. Staubblätter zu 5 bis 10. Vgl. G1 editschia pag.1128 und Gymnocladus pag. 1129.
An die grosse Reihe der Leguminosen wird neuerdings die Reihe der P a n d ä 1 e s mit nur einermonotypischen Gattung angeschlossen. Bezeichnend für diese Reihe ist der oberständige Fruchtknoten mit je
Fig. 1607. Galega officinalis L. a Fruch-tender Spross. b Frucht, c Same.