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und um die 2 bis 8 (1 bis 9) Samen knotig angeschwollen bis fast stielrund, anfänglich oftkurz behaart, später kahl und meist glatt, einfarbig grünlich bis gelblichweiss oder ± purpur»violett bis schwärzlich marmoriert. Samen von sehr wechselnder Grösse, Form und Farbe,i 9 bis 16 (4 bis 20) mm lang; 7 bis 10 (5 bis 11) mm breit und 5 bis 8 (3 bis 10) mmdick, die Nabelseite meist vertieft, mit elliptischem bis fast kreisrundem, nur 1 I» bis 1 li derSamenlänge einnehmendem Nabel und 2 halbkugeligen, dicht nebeneinander liegenden, meistlebhaft gefärbten Zwillingshöckern. — VI bis IX.
Im tropischen und subtropischen Amerika seit altersher gebaut, in Europa seit dem16., häufiger erst seit dem 17. Jahrhundert, jetzt fast über die ganze Erde verbreitet, nördlich etwabis zur 12 ü =Juliisotherme, in Fennoskandinavien (erst seit dem 18. Jahrhundert) bis Drontheim63° 26' nördl. Breite, in Südfinnland bis 60° 10', in den Alpen meist nicht höher als derNussbaum, im Inntal bis 1400 m, im Wallis bis über 1500 m (ob Fully adventiv noch bei1840 m), doch in Gegendenmit einer mittleren Som=mertemperatur unter 10°
nicht mehr regelmässigreifend.
Gegenwärtig sind vonder Gartenbohne weit über 500Formen bekannt, die besondersnach dem Wuchs, der Blütenfarbe,
Form, Grösse und Färbung derHülsen und Samen unterschiedenwerden. Von botanischer Seitewerden meist nur 2 Gruppenunterschieden: A. P h. v u 1«gäris L. s. str. (= var. com»münis Ascherson) mit windendenStengeln s Steigbohnen, Steigfa«sein, hohe Bohnen, Stangenboh-nen, Steckenbohnen, Stickelboh»nen, Stiefelbohnen usw. 5 franz.
Haricots ä rames. — B. P h. n ä«n u s L. (= var. nanus Ascherson)mit niedrigen, nicht windenden, stärker verzweigten Stengeln: Buschbohnen, Strauchbohnen, Staudenbohnen,Zwergbohnen, Bodenbohnen, Kriechbohnen, Krupbohnen; in Norddeutschland: Kruper, Krüper, Huckerdien ;in der Nordschweiz: Gruper, Gruperli, Chrüdierli, Höckerli, Bodebohne, Hafspara (St. Gallen, vielleicht ausdem Romanischen?); franz.: Haricot nain, haricot sans rames, haricot ä pieds j engl.: Bush.beans, bundi-beans ;in Amerika: Snaps. — Alefeld zerlegte die Steigbohnen in die Stangenbohnen (Varietätengruppe ältusAlef.) mit ± 2 bis 5 m hohen Stengeln und die Pfahl«, Reiser« oder Reisserbohnen (Gruppe medius Alef.)mit i 1 bis 3 m hohen Stengeln. Alle diese Einteilungen sind jedoch unhaltbar. Aus den verschiedenstenStangenbohnen sind in der Kultur Pfahl» und Zwergbohnen entstanden und viele von diesen können besondersbei Kultur in abgeschwächtem Licht wieder windend werden.
Als die ursprünglichsten Formen haben die Stangenbohnen mit violetten Blüten, mit derben, marmoriertenHülsen und schwarzen Samen zu gelten. Wahrscheinlich hatte die Wildform giftige Samen. Niedriger Wuchs,gelbe, weiche, wenig „fädige" Hülsen und weisse Hülsen sind ausgesprochene Kulturmerkmale. Bei Kreuzungenverschiedener Sorten, wie sie trotz des Vorherrschens der Autogamie auch spontan eintreten und von Mendel,v. Tschermak (in Zeitschrift für das landwirtschaftliche Versuchswesen in Oesterreich 1900 bis 1904 undZeitschrift für indukt. Abstammungs» und Vererbungslehre. Bd. XXVIII, 1922), Emerson, Kajanus, Sirks,Tjebbes, Wellensiek (z.B. in Genetica. Bd. IV und VII, 1922) ausgeführt und analysiert worden sind,ergibt sich, dass hoher Wuchs gegenüber niedrigem, violette Blüten gegenüber weissen, gewölbte und schwacheingeschnürte Hülsen gegenüber flachen und stark eingeschnürten Hülsen, grüne unreife Hülsen gegenübergelben unreifen, pigmentierte Samen gegenüber weissen, grüne Keimblätter gegenüber gelben dominieren.
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