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wände" gekammert; Griffel fast stets endständig, einfach, mit ungeteilter, kopfförmiger oderschiefer, end» oder seitenständiger Narbe. Samenanlagen meist mehrere, in 2 Reihen an dernach hinten gekehrten Bauchnaht (Taf. 162, Fig. 1 c), amphitrop oder anatrop, aufsteigend(Taf. 162, Fig. 1 d) oder hängend, mit 1 oder 2 Integumenten. Frucht eine trockene, seltenerfleischige oder nussähnliche Kapsel: Hülse oder legümen. 1 )
Die 3 von vielen Autoren als eigene Familien (Mimosäceae, Caesalpiniäceae und Papilionäceae) be»werteten Unterfamilien und ihre Tribus (bei den beiden ersten sind nur die wichtigsten angeführt) unter»
scheiden sich folgendermassen *):
1. Blüten strahlig (radiär). Kronblätter mit klappiger Knospen«läge (Fig. 1279 a, b), unscheinbar. Vorwiegend tropische Holzpflanzen.
Ii" (ti!) " IM II II Linterfamilie Mimosoideae. 2.
l \ o 0 o JJ c/J '*• B^ten dorsiventral. Kronblätter mit dadiziegeliger oder
spiraliger Knospenlage, meist ansehnlich. Staubblätter meist 10 . . 4.
2. Staubblätter mehr als 10 3.
2*. Staubblätter 10 oder 5. Tribus Mimöseae mit der Gattung
Mimösa, nahe verwandt die Tribus AdenanthtJreae mit Prosöpis undPiptadenieae mit Entäda.
3. Staubfäden zu einer Röhre verbunden. Tribus 1 n g e a e mitden Hauptgattungen Albizzia, Calliändra, Pithecolöbium.
3*. Staubfäden frei. Tribus Acacleae mit der Gattung Acäcia.
4. Das obere, unpaarige Kronblatt in der Knospe zu innerst(Fig. 1279 c). Deckhaare durchwegs einzellig. Meist tropische Holzpflanzen.
Unterfamilie Caesalpinioideae. 5.4*. Das obere, unpaarige Kronblatt in der Knospe zu äusserst/ \ (Fig. 1279 e, f). Deckhaare meist 3=zellig. Laubblätter nie doppelt gefiedert.
; / l \\ Unterfamilie Papillondtae. 8.
1 ' Ff 5. Laubblätter einfach oder 2=teilig. Tribus Bauhinieae mit
1 * / den Gattungen Bauhinia und Cercis.
5*. Laubblätter gefiedert 6.
6. Alle oder doch einige Laubblätter doppelt gefiedert. TribusEucaesalpinieae mit den Hauptgattungen Caesalpinia, Haematöxylon,Parkinsönia, Gleditschia, Gymnöcladus, Poxnciäna. Ferner die Dimor-phändreae mit Dimorphändra und Erythrophloeum.
6*. Alle Laubblätter einfach gefiedert 7.
7. Staubbeutel am Rücken der Staubfäden inseriert, mit Längs«rissen sich öffnend. Tribus Amherstieae (Tamarindeae) mit den Haupt»gattungen Hymenaea, Trachylöbium, Tamarindus, Afzßlia und Amh^rstia.
Ferner Tribus Cynomötreae mit Cynometra und Copaifera.
1*. Staubbeutel am Grunde der Staubfäden inseriert, meist mit Poren sich öffnend. Tribus Cassieaemit den Hauptgattungen Cässia und Ceratönia.
8. Alle Staubblätter frei 9-
8*. Alle Staubfäden verwachsen (monadelphisch) oder 9 verwachsen und 1 Staubblatt frei (dia»
delphisch) 10.
9. Laubblätter gefiedert. Nur Holzpflanzen. Tribus Sophöreae mit den Hauptgattungen Myrö«xylon, Sophöra, Cladrdstis.
9". Laubblätter ungeteilt oder dreizählig gefingert. Mit Ausnahme von Anagyris nur ausser«europäische Sträucher und Kräuter. Tribus Podalirieae mit den Hauptgattungen Anagyris, Piptänthus,Baptisia, Podaliria.
Fig. 1279. Diagramme von Leguminosen.a Parkia Africana R. Br. b Mimosapudica L. (Mimosoideae). c CercisSiliquastrum L. d Ceratönia Sili-qua L, (Caesalpinioideae). e Laburnumanagyroides Medikus. /ViciaFabaL. (Papilionatae). Nach Eichler.
*) lat. legümen (= Hülse), bedeutet zunächst jede Brachfrucht, namentlich Hackfrüchte, im 16. Jahr,hundert Gemüse überhaupt. Die Frucht der erst von Morison so genannten Leguminosen hiess bei denälteren Autoren allgemein siliqua (= Schote), welcher Name jetzt nur noch für die Cruciferenfrucht gilt. —") Ein Gattungsschlüssel nach leicht auffindbaren Merkmalen folgt am Schluss der Familie.