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Menyanthes trifoliata Linn.
Tafel 39.
Blätter gedreit, Blättchen oblong, lanzettlich, oder oblong-umgekehrteiförmig, sitzend, ganzrandig odergeschweift; Blüthen in einer Traube, die am Grunde zuweilen rispig wird; Blumenkronröhre länger alsder Kelch, Zipfel innen zottig.
Menyanthes trifoliata Linn. Spec. pl. ed. 1. 145; Fl. Dan. IV. t. 541; All. Fl. Pedem. I. t.88;Schkuhr, Handb. I. t. 35; Engl. Bot. VII. t. 495; Sturm, Deutsclil. Fl. II. t. 8; Trattin. Arch. I.t. 119; Hayne, Arzneigew. III. t. 14; Svensk Bot. I. t. 22; Gurt. Fl. Lond. I. t. 14; Bigel. Med. t. 46;Schrank, Fl. Monac. IV. t. 309; Nees, Düsseid. Abb. t. 204; Guimp. und Schlecht, t. 93; JVoodv. Med.II. t. 97; Koch, Syn. 485 und viele andere deutsche Floren; Nees, Gen. X. t. 10; Dietr. Fl. Bor. VI.t. 404; Baxt. Br. Bot. IV. t. 45; Griseb. in DC. Prodr. IX. t. 137; Reichb. Fl. Germ. XVII. t.1043;Berg und Schmidt, Darst. u. Beschr. X d ; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 194; Köhler, Mediz. Pß. t. 89;Ledeb. Fl. Boss. III. 76; Godr. et Gren. Fl. Fr. II. 497; Willk. et Lange, Fl. Hisp. II. 651; Parlat.Fl. Ital. VI. 785; Boiss. Fl. or. IV. 64; C. B. Clarke in Hook. fil. Fl. Br. Ind. IV. 130; Fratich. etSavat. Fl. Jap. I. 325; Asa Gray, Syn. Fl. I. (1). 128; Flück. Pharmacogn. ed. III. 678.
Bitterklee, Bieberklee, Fieberklee, Zottenblume, Dreiblatt; französisch: Trefle aquatique, trefle d'eau,trifle de castor; englisch: Bockbean, Marsh rocket, marsh trefoil.
Die knotig gegliederte, horizontal auf dem Boden der Gewässer oder im Schlamme liegende Gründ-au e richtet sich an der Spitze auf und trägt hier 1—2 BlUthenstände, so wie oberhalb derselben einenSchopf von 3—4 Blättern; sie ist durch weisse, fadenförmige, spärlich verzweigte Wurzeln, die haupt-sächlich aus dem nach dem Boden gewendeten Theile der Grundaxe einzeln oder paarweise jedem Zwi-schenknotenstücke entspringen, in dem Untergrunde befestigt; sie erreicht eine Länge von 30—50 cm undhat einen Durchmesser von 6—15 mm; ihre Farbe ist dunkelgrün, auf der Unterseite etwas heller.
Die gedreiten Blätter stehen zweizeilig und zwar sind sie auf der rechten und linken Seite derGrundaxe befestigt; sie liegen aber nicht ganz genau in einer Ebene, sondern sind, wie besonders ausden in ihren Achseln befindlichen Knospen erkannt wird, auf der Oberseite der Grundaxe einandergenähert, das Blattsystem ist, wie man sich ausdrückt, schwach dorsiventral. Mit einer grossen Scheidevon schwammiger Consistenz umfassen sie die Grundaxe, wobei sich die Ränder derselben Ubergreifen;die Umfassung der beiden Hälften geschieht stets derart, dass die Scheiden symmetrisch gerollt sind, die linksstehenden Blätter beschreiben in ihren Scheiden von innen nach aussen eine Spirale im Sinne des Uhr-zeigers, die rechts stehenden im entgegengesetzten. Die Scheide erreicht eine Länge von 5—10 cm, sie istam Rande häutig und geht am oberen Ende, indem die Scheidenränder vor dem Blattstiele sich vereinigen,in ein kappenförmiges Blatthäutchen ( ligula ) aus; der Blattstiel ist 6—16 cm lang, stielrund und wie dieganze Pflanze kahl; die Blättchen der Spreite sind 3—10 cm lang und in der Mitte 1—3,5 cm breit; siesind sitzend, lanzettlich oder elliptisch, spitz, am Gründe keilförmig, schwach geschweift und in den Buchtenmit einem Drüschen versehen; ihre Consistenz ist etwas fleischig; sie sind saftig grün und werden jeder-seits des Mittelnerven von 5—6 grösseren, fast parallelläufigen Seitennerven durchzogen.
Der Blüthenstand ist scheinbar seitenständig, in Wahrheit aber beschliesst er die Hauptaxe, sodass die dem Ausseren nach monopodiale Grundaxe in Wirklichkeit ein Sympodium ist. Jeder Sprossnämlich, der stark genug ist, um eine Inflorescenz zu erzeugen, bringt zunächst etwa 7 Blätter hervor,von denen die untersten kleinlaubig sind, erst allmälig entwickeln sich die grösseren Spreiten. In derAchsel jedes Blattes entsteht eine Knospe; die der ersten 5 Blätter bleiben aber gewöhnlich sehr klein,die aus dem nächsten Blatte ist schon stärker, sie treibt auch in der Regel aus, während die übrigen alsReserveknospen meist nicht zur Entwicklung gelangen. Aus der Achsel des letzten Blattes entsteht aberdie kräftigste Knospe, welche sich, während das Sprossende zu einem Blüthenstande umgebildet wird,