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1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
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97
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STROPHANTHUS DC.

Blüthen aktinomorph, zwittrig, bis auf den Fruchtknoten fünfgliedrig. Kelch fünfblättrig, am Grundemit 5 bis vielen Drüsen. Blumenkrone trichterförmig mit meist kurzer Röhre und glockig erweitertemSchlünde, an dessen Saume 5, an der Spitze tief ausgerandete oder 10 Schuppen sitzen; die 5 Zipfelsind entweder lang zugespitzt oder häufig geschwänzt, mit rechts deckender, gedrehter Knospenlage.Staubgefässe im oberen Theil der Röhre eingefügt, nicht über den Schlund hervorragend mit kurzenFäden; die Beutel schliessen zu einem den Griffelkopf verbergenden Kegel zusammen und sind diesemangeheftet; sie sind pfeilförmig und in den unteren Theilen der Theken leer. Das Drüsenpolster fehlt.Fruchtknoten aus zwei gesonderten Fruchtblättern gebildet; jedes Fach mit oo, in viele Reihen gestelltenhängenden, anatropen Samenanlagen; Griffel fadenförmig, der Kopf am Grunde mit einem ringförmigen,leicht in Lappen zerreissenden Kragen versehen; Narbe kurz zweilappig. Frucht balgkapselartig mitgetrennten, spreizenden, Hälften; Samen zusammengedrückt, spindelförmig, an der Spitze mit sehr langer,oben allseitig behaarter, endlich abfallender Granne versehen. Keimblätter flach, Eiweiss spärlich.Sträucher oder kleine Bäumchen mit kreuzgegenständigen Blättern, die kahl oder behaart sind. Blüthenin end- oder seitenständigen, zuweilen zusammengezogenen Rispen mit Deck- und Vorblättern.

25 Arten aus dem tropischen Afrika und Asien, 1 vom Cap.

Strophanthus hispidus DC.

Tafel 34.

Strauchartig mit aufrechtem, gabelig verzweigtem Stamme; Äste durch einen vielblüthigen BHithen-stand abgeschlossen; Blätter meist oblong, kurz zugespitzt, krautig, wie die jüngeren Zweige rauhhaarig,Seitennerven unterseits vorspringend; Kelchzipfel zugespitzt; Blumenkrone glockig mit sehr langen, zuerstaufrechten, dann schlaff herabhängenden linealischen Zipfeln.

Strophanthus hispidus A. DC.*) in Annal. mus. d'hist. nat. I. 408. 412, in Bull. soc. philos. III.t. 8. ßg. 2, Prodr. VIII. 419; Christy, New commerc. plants and drugs X. 24; Fräser in Trans, roy. soc.Edinb. XXXV. 955 (z. Theil); Holmes in Pharmac. journ. III. ser. XXI. 233; Fliick. Pliarmacogn. III.ed. 1021; Baill. in Bull. soc. Linn. Paris 855; Blondel, les Strophanthus du commerce, Paris 1883.pag. 14; Pax in Engl. Bot. Jahrb. XV. 365.**)

Rauhhaariger Strophanthus; französisch: Strophanthe herisse; englisch: Hairy Strophanthus.

Der verästelte Strauch erreicht eine Höhe von 4 m. Die geraden Zweige sind in der Jugend miteinem dichten Überzuge von gelblichen, einfachen Haaren bekleidet; nach dem Abfall der Epidermis sindsie mit einer schwarzen Rinde bedeckt.

Die Blätter sitzen kreuzgegenständig auf 25 mm langen, dicht behaarten Stielen; die Spreite misst69 (410) cm in der Länge und hat eine grösste Breite von 34 (2,54,5) cm; sie ist kurz undstumpf zugespitzt, gewöhnlich von elliptischer Form, zuweilen mit einer geringen Neigung in das Ei- oderUmgekehrteiförmige; sie ist dünnkrautig mit beiderseits vorspringenden Seitennerven, die Behaarung istan den Rändern und unterseits stärker als oberseits.

Der nicht allzu reichblüthige Blttthenstand beschliesst die Enden der Zweige; er stellt ein 34fachgabelspaltiges Dichasium dar. Die ersten Bracteen sind oft umgekehrt eiförmig und plötzlich in einelange, lineale Spitze zusammengezogen, die übrigen entsprechend kleiner und schmaler; sie sind gewöhnlichminder dicht als die dünnen Blttthenstiele behaart.

*) Den von De Candolle im Prodromus citirten Namen Str. hirta Poir. habe ich nicht auffinden können.

**) Die von Pax mitgetheilte Tafel, welche Stroph. Emini Aschers, et Pax darstellt, ist sehr naturgetreu, bedarf aberbezüglich des Griffels einer Korrektur.