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1 (1893) Die Sympetalen
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sich von Kaschmir bis Butan und West-Tibet; sie wächst auf trockenen Hügeln und Haiden, sowie anWegrändern und blüht von Anfang Juli bis in den Oktober.

Anmerkung. Gr. F. W.Meyer hat zuerst die Meinung ausgesprochen, (lass V. thapsiforme Schrad. von V.phlomoidesLinn, nicht speeifisch zu trennen sei; wir können dieser Meinung, die auch Franchet und Flüekiger getheilt haben,wohl beipflichten, da sich das aus den Blättern hergenommene Merkmal als kaum genügend erweist, um unserer Pflanzeeinen anderen Werth als vielleicht den einer Varietät zuzuerkennen. Dagegen können wir der Ansicht von Hooker fil.nicht folgen, der in dieser Art eine Varietät von V. Thapsus L. erkannte.

Die leicht ablösbaren Blumenkronen, denen das Andröceum aufsitzt, kommen in getrocknetem Zustandeals Flor es Verbasci in den Handel.

Erklärung der Abbildungen.

Fig. A. Der obere Theil des Stengels unter dem Blüthen-stande.

Fig. B. Der Blüthenstand.

Fig. C. Eine soeben abgeblühte Blüthe ohne Blumenkrone,3mal vergrössert: a. der Kelch; h. der Griffel;i. die Narbe.

Fig. D. Die Blumenkrone vorn aufgespalten und flach ausge-breitet, natürliche Grösse: c. Vorderlappen; d. obereStaubgefässe; e. untere Staubgefässe.

Fig. E. Das mittlere der oberen Staubgefässe, 3mal ver-grössert.

Fig. F. Eins der unteren Staubgefässe, vor und nach demAufspringen, 3mal vergrössert.

Fig. O.II. Pollenkörner trocken und unter Wasser, 300mal ver-grössert.

Fig. I. Der Kelch und Fruchtknoten im Längsschnitte,5mal vergrössert: b. der Blüthenboden; /. derFruchtknoten; g. der Samenträger; h. die Griffel-basis.

Fig. K. Der Fruchtknoten im Querschnitte, 5mal vergrössert.

Fig. L. Die Kapsel, 3mal vergrössert: g. die Samenleiste;k. die Klappen.

Fig. M. Die Länge der Kapsel in natürlicher Grösse.

Fig. N. Samen in natürlicher Grösse.

Fig. O. Der Same, 12mal vergrössert.

Fig. P. Q. Derselbe in Längs- und Querschnitte: l. das Nähr-gewebe; m. das Würzelchen; n. die Keimblätter.

Fig. Ii. Der Keimling, 20mal vergrössert.

DIGITALIS Linn.

Kelch tief fünftheilig mit aufsteigend deckenden Zipfeln, bleibend. Blumenkrone rachenförmig mitbauchiger oder glockenförmiger Röhre; Saum mehr oder weniger deutlich zweilippig, die Oberlippe kurz,ausgerandet, die Unterlippe dreizipflig, der Mittelzipfel zuweilen vergrössert, immer vorgestreckt, mit ab-steigender Deckung der Zipfel. Staubgefässe 4, zweimächtig, aufsteigend, in der Röhre eingeschlossen,paarweise oft bogenförmig genähert; Staubbeutel zweifächrig, Fächer zuerst parallel, dann auseinander-spreizend, endlich übereinander gestellt, mit Längsspalten aufspringend und zusammenfliessend. Stempelaus zwei vorn und hinten gestellten Fruchtblättern gebildet; Fruchtknoten zweifächrig, das untere (vordere)Fach etwas grösser wie das obere; Samenanlagen oo anatrop, die oberen aufrecht, die mittleren horizontal,die unteren hängend, der verdickten, an der Scheidewand befestigten Samenleiste angeheftet; Griffelfadenförmig, an der Spitze kurz zweilappig. Kapsel eiförmig, wandtheilig zweiklappig, Klappen ungetheilt.Samen oo, sehr klein, grubig punktirt. Zweijährige oder ausdauernde Kräuter, deren Stengel nur seltenam Grunde verholzt, ohne oder mit filziger oder wolliger Bekleidung aus einfachen Haaren. Blätter amGrunde oft rosettig gedrängt, an dem Stengel spiralig gestellt, ganzrandig oder gezähnt. Blüthen in oftverlängerten, endständigen, nicht selten einseitswendigen Trauben, von gelber, purpurner, oder weisserFarbe, im Schlünde oft gefleckt und behaart.

18 Arten in Europa, West- und Mittel-Asien.