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LAVANDULA Linn.
Kelch röhrenförmig, oben etwas erweitert, 13-nervig, kurz fünfzähnig, der hintere Zahn etwas breiteroder in ein blattartiges Läppchen vergrössert, nach der Fruchtreife kaum auswachsend. Blumenkrone amSchlünde verbreitert, mit schiefem, zweilappigem Saume. Staubgefässe 4, nach unten geneigt, in derKöhre eingeschlossen; Staubbeutel zusammenfliessend, einfächrig. Discus kurz cylindrisch oder vierlappig,ringsum gleich. Griffel an der Spitze kurz zweilappig. Nüsschen glatt und kahl, Ansatzstelle klein, einwenig schief. — Ausdauernde Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher, mit einfachen oder fiederspaltigen,am Grunde der Zweige oft gedrängt gestellten Blättern. Blüthen in unterbrochenen, zusammengesetztenÄhren; Deckblätter der Halbquirle zuweilen dachziegelig, manchmal die obersten gefärbt und schopfig.Blüthen blau oder violett.
Ungefähr 20 Arten, die von den Canarischen Inseln durch das Mittelmeergebiet bis nach Vorder-indien wachsen.
Layandula vera DC.
Tafel 18.
Strauchartig; Blätter linealisch-lanzettlich oder schmal linealisch, ganzrandig, im ausgebildeten Zu-stande grau, am Rande zurückgerollt; Ähre unterbrochen, mit fünf- bis siebenblüthigen Halbquirlen; Deck-blätter ei-rhombisch, zugespitzt, häutig; Deckblättchen an den letzten Blüthen sehr klein; unpaarer Kelch-zipfel breit-eiförmig, häutig.
Lavandula vera DC. Fl. Fr. Suppl. V. 398; Benth. in DC. Prodr. XII. 145; Willk. et Lange, Prodr.Fl. Hisp. II. 391; Gingins, Mon. 6; Guimp. u. Schlecht. Abb. I. t. 41; Flückig. and Hanbury, Pharmacogr.428; Flück. Pharmacogn. 770; Koehler, Mediz. Pf. t. 60.
Lavandula officinalis Ghaix in Vitt. Fl. dauph. II. 355 u. 363; Berg u. Schmidt, Dar st. u. Beschr.
xxviK
Lavandula angustifolia C. Bauh. Pin. 216; Tournef. Instit. 198; Ehrh. Beitr. VII. 147; Mnch. Meth.389; Hayne, Arzn. VIII. t. 37.
Lavandula Spica a. Linn. Spec. pl. ed. I. 572; Plenck, Ic. 471; Nees, Düsseid. Abb. t. 178; Godr.et Gren. Fl. Fr. II. 647; Bertol. Fl. Ital. VI. 75.
Lavandula vulgaris a. Lam. Fl. Fr. II. 403.
Lavandula pyrenaica DC. Fl. Fr. V. 398.
Lavendel, schmalblättrige Spike; französisch: Lavande; englisch: Lavender.
Der stark verästelte Strauch erreicht eine Höhe von 0,3—0,6 m, in cultivirtem Zustande kann eraber auch fast die doppelte Grösse erreichen. Der gedrungene, stark gekrümmte, mit brauner, sich ab-lösender Borke bekleidete Stamm zertheilt sich endlich in sehr dünne, ruthenförmige Zweige, welche miteinem dünnen, grauen Filze aus Büschelhaaren Tiekleidet sind; die blühenden Zweige sind gewöhnlich25—35 (seltener bis 45) cm lang; sie sind nur am Grunde beblättert, oben sind sie bis zu den Blüthen-ständen nackt, sie sind vierkantig, die Kanten sind heller grün.
Die Blätter sind kreuzgegenständig, linealisch bis schmal lanzettlich, spitz; die an dem Grunde desblühenden Zweiges befindlichen sind 1—2 cm lang und nur etwa 1,5—2 mm breit, sie sind von dem Filzeaus Büschelhaaren dichter bekleidet und grau; ihre Ränder sind so weit zurückgerollt, dass sie sich end-lich berühren; besonders auf der Unterseite finden sich zahlreiche, im trockenen Zustande goldgelbe,glänzende Köpfchenhaare, die oberseits nur spärlich auftreten; die weiter oben am blühenden Zweige