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1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
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CITRULLUS Schrad.

Blüthcn einhäusig, männliche und weibliche einzeln. Männliche Bllithe: Kelch glockenförmig, fiinf-lappig. Blumenkrone über die Mitte fünftheilig mit stumpfen Lappen. Staubgefässe 3, mit kurzen, freienFäden; Beutel leicht zusammenhängend, sämmtlich zweifächrig, Fächer linealisch, gekrümmt, den Banddes nicht vorgezogenen Connectivs bekleidend. Fruchtknoten rudimentär, drüsenartig. Weibliche Blüthe:Kelch und Blumenkrone wie bei der männlichen. Staubgefässrudimente 3, borsten- oder zungenförmig.Fruchtknoten eiförmig mit 3 Samenleisten und oo horizontalen Samenanlagen; Griffel kurz, säulenförmig,mit 3 kurzen, nierenförmigen Narben. Frucht kugelförmig, seltener oblong, nicht aufspringend, fleischigoder trocken, oosamig. Samen oblong, flach, gewöhnlich nicht berandet. Ausdauernde, niedergestreckteKräuter mit gerundet herzförmigen, tief drei- bis ftinflappigen Blättern, die Lappen wieder gelappt; Bankenzwei- bis dreispaltig, seltener ungetheilt, zuweilen gerade und in Stacheln umgebildet.

4 Arten, die im östlichen Mittelmeergebiete, im tropischen und südlichen extratropischen Afrika undim westlicheren Asien heimisch und zum Theil weit verbreitet sind; eine Art, die Wassermelone, wirdvielfach in den tropischen und den wärmeren Gegenden der gemässigten Zone cultivirt.

Citriillus colocynthis Schrad.

Tafel 16.

Ausdauernd; Stengel behaart, Blätter gestielt, handförmig, fünf- oder tief dreilappig, die Lappenbuchtig-fiedertheilig, rauh; Banken kurz, einfach oder zweispaltig; Fruchtknoten behaart, umgekehrteiförmig; Frucht kugelrund mit trocknem, schwammigem, sehr bitterem Marke; Samen unberandet.

Citrullus Colocynthis Schrad. in Linnaea XII. 414; Wight, Icon. t. 498; Woodv. t. 71; Steph. andChurch. t. 138; Naud. Annal. sc. nat. IV. ser. XII. 99; Miq. Fl. Ind.-Bat. I. (2.) 662; Bischoff, Medec.Bot. 442; Harv. et Sond. Fl. Cap. II. 194; Berg u. Schmidt, Darstell, u. Beschreib. XXV b ; Hook. fil.in Oliv. Fl. trop. Afr. II. 548; Boiss. Fl. Orient. II. 759; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 114; C. B. Clarkein Hook. fil. Fl. Br. Ind. II. 620; Cogn. in Suit. au Prodr. III. 510; Flüc/c. and Hanb. Pharmacogr.263; Flüc/c. in Arch. Pharm. 1872. p. 235; Pharmacogn. 835; Köhler, Mediz. Pfl. t. 118.

Cucumis Colocynthis Linn. Spec. pl. ed. I. 1012; Ser. in DC. Prodr. III. 302; W. et Arn. Prodr.342; Woodv. Med. pl. t. 71; Nees, Düsseid. Pfl. t. 268; Plenck, Icon. t. 699. Willk. et Lge. Prodr. Fl.Hisp. II. 276.

Cucumis Pseudo-Colocynthis Wender. Sei. sem. hört. Marb. 1834, in Linn. X. Litt.-Ber. 77.

Colocynthis officinarum Schrad. in Linn. XII. 421.

Citrullus Pseudo-Colocynthis Poem, et Schult. Syn. II. 50.

Cucumis bipinnatifidus Wight. nach Naud. I. c.

Koloquinthe oder Koloquinte; französisch: Coloquinte; englisch: Colocynth oder Bitter apple.

Aus den ausdauernden, verholzenden, unteren Theilen der Axe treten zahlreiche, dünne, krautige,auf den Boden hingestreckte, hin- und hergebogene, höchstens 23 mm im Durchmesser haltende, ge-furchte, mit wasserhellen Haaren besonders an den jüngeren Theilen dicht bedeckte, zahlreiche Stengelhervor, welche durch eine holzige, zuweilen bis 4 cm und mehr im Durchmesser haltende Wurzel imBoden befestigt sind.

Die Blätter sind zweizeilig gestellt und werden von 1,52 (12,5) cm langen Stielen getragen, diegleich den Stengeln bekleidet sind; die Spreite misst 2,57 cm in der Länge und hat oberhalb der Basiseine Breite von 1,55 cm; im Umrisse ist sie gleichschenklig dreiseitig, am Grunde mehr oder weniger