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1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
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I.Familie: Compositae Yaillant.

Sjnanthereao Ricli. Asteraceac Lindl. Cassiniaceae Schultz Bip.

Die Bliithen sind vollständig oder unvollständig, seltener geschlechtslos, einem gemeinschaftlichenBlüthenboden (receptaculum commune) aufgesetzt; von einem gemeinschaftlichen Hüllkelche (pericliniuin)eng umschlossen, bilden sie ein Köpfchen (capitulum) das auch Blüthenlcörbchen (anthodium) genanntwird. Der Blüthenboden ist flach oder gewölbt, dicht oder hohl, mit Deckblättern der Bliithen (bracteae,bracteolae, paleae) besetzt oder nackt. Der gemeinschaftliche Hüllkelch wird aus Blättern von der Naturder Hochblätter zusammengesetzt. Bezüglich der Geschlechtsvertheilung kommen in den Köpfchen folgendeVerhältnisse vor: Alle Blüthen sind gleichgestaltet und zwittrig und die Blumenkronen sind röhren- odertrichterförmig (capitula diseoidea), oder zungenförmig (cap. ligulata); oder die inneren Blüthen sind wiedie äusseren röhrenförmig, die letzteren aber oft dünner und weiblich (cap. diseiformia); endlich könnendie inneren zwittrig und röhrenförmig sein und die äusseren zungenförmig und weiblich (cap. radiata).Die inneren Blüthen heissen dann Scheiben-, die äusseren Strablenbliithen. Seltener sind geschlechtsloseBlütben, noch seltener sind die Köpfchen diclinisch. Der Fruchtknoten der Blüthen ist unterständig undbesteht wegen der paarigen Narben aus 2 median gestellten Fruchtblättern; er ist einfächrig und um-schliesst eine am Grunde befestigte, aufrechte, gegenläufige Samenanlage. Der Kelch ist oberständig, seltensind 5 gesonderte mit den Blumenkronenzipfeln wechselnde Elemente deutlich ausgeprägt (Sphenogyne),die dann so orientirt sind, dass 2 auf das Deckblatt, 3 auf die Axe zugewendet sind; häufiger fehlt erganz oder wird aus einer unbestimmten Zahl von Haaren, Borsten oder Schuppen gebildet; bei vielenwächst er später zu einer aus haar- oder federförmigen Strahlen zusammengesetzten Haarkrone aus (Pappus).Die Blumenkrone ist verwachsenblättrig, entweder aktinomorph röhren- oder trichterförmig mit fünf-(vier)zipf-ligem Saume und klappiger Knospenlage, oder zygomorph und dann meist zungenförmig und drei- bis fünf-zähnig, seltener deutlich zweilippig, wobei die Oberlippe zwei-, die Unterlippe dreizähnig ist. Die 5 Staub-gefässe wechseln in den aktinomorphen Blüthen mit den Kronenzipfeln, sie sind in der Röhre angeheftet: dieFäden sind am Grunde meist frei, selten einbrüdrig verbunden; die Staubbeutel sind mit einander zu einerBohre verklebt, sie haben zwei Fächer, jedes Fach zwei Fächerchen, häufig besitzen sie an der Spitze einAnhängsel; am Grunde sind die Fächer entweder stumpf, spitz oder geschwänzt; sie springen auf der Innen-seite mit zwei Längsspalten auf; die Pollenkörner sind oft kugelig, entweder glatt oder höckerig, oft werdensie durch Fegehaare des Griffels aus den Fächern herausgebürstet. Der Griffel wird am Grunde von einerScheibe mit wulstig verdicktem Rande umgeben (Nektarkragen), die Honig absondert; er ist stielrund, ander Basis zuweilen ebenso wie an der Spitze verdickt und läuft in zwei Narben aus, die auf der Innen-seite flach oder rinnig vertieft, am Rande mit Papillen besetzt sind; seltener, besonders in gewissen sterilenBlüthen, sind die Narben verbunden. Bei den rein männlichen Bliithen wird der Griffel vermisst oder eskann noch ein Rudiment nachgewiesen werden; in den weiblichen Blüthen sind die Staubgefässe zuweilenals kurze Fäden noch deutlich sichtbar. Die Frucht ist ein Achaenium: sie ist einfächrig, einsamig, nichtaufspringend, trocken, selten fleischig, von einem verschieden gestalteten Pappus, der bleibend oder ab-fällig ist, gekrönt, am Grunde mit einem Schnabel versehen oder ungeschnäbelt. Der Same ist aufrechtmit dünner häutiger Samenschale und oft an die Fruchthaut angewachsen; Nährgewebe fehlt. Der Keim-ling ist gerade, die Keimblätter sind plancouvex, zuweilen halbstielrund, flach aneinandergelegt, seltenerleicht eingerollt, das Würzelchen ist klein, nach unten gewendet.

Einjährige oder ausdauernde Kräuter, seltener Sträucher, sehr selten Bäume mit einfacher oder ver-zweigter oft unterirdischer Hauptaxe und Spiral gestellten, seltener gegen- oder wirtelständigen, neben-blattlosen, ganzen oder getheilten einfachen Blättern. Die Köpfchen sind meist viel-, selten arm-, nochseltener einbliithig, zuweilen zusammengesetzt und schliessen entweder die Hauptaxe ab, oder sind seiten-ständig und bilden dann oft vielfach zusammengesetzte rispige Blüthcnstände, die unter Umständen inWickeln auslaufen können.