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Gebiete der bildlichen Darstellung von Pflanzen einen grossen Ruf verschafft hat, einen Ersatz zu ge-winnen. Die von der Verlagsbuchhandlung vergenommene Vergrösserung des Formates der Tafeln istwohl der künstlerischen Wirkung derselben sehr zu Statten gekommen.
Eine vollkommene Umarbeitung musste der Text erfahren. Was Berg aus äusseren Gründennicht konnte, die Pflanzen in systematischer Anordnung auf einander folgen zu lassen, ist jetzt trotz derneu hinzugekommenen Tafeln durchgeführt worden. Im allgemeinen ist das System Eichler's der Anord-nung zu Grunde gelegt; die Gattungen folgen sich nach Bentham und Hooker . In der Benennung habenwir uns an die vom Arzneibuche gewählten Namen angeschlossen; doch ist, wo es nöthig war, der nachden neueren Regeln der Nomenklatur zu wählenden Namen am Ende der Artikel angegeben worden.Die Beschreibung der Species erfolgte unter sorgfältiger Berücksichtigung der gegenwärtigen Kenntnisseder Sprossmorphologie. Bezüglich der Litteraturangaben ist hervorzuheben, dass die vorlinneische Lit-teratur nicht mehr berücksichtigt wurde. Besondere Sorgfalt haben wir der Mittheilung der geographischenVerbreitung der offizineilen Gewächse zugewandt.
Die Angaben Uber die Chemie der Pflanzen, welche in der alten Auflage hie und da einen breitenRaum einnahmen, sind jetzt weggelassen, da sie relativ schnell veralten und dann bald in Widerspruchmit den Angaben der Pharmakognosien und pharmazeutischen Chemien treten würden, zu deren Ergänzungdieser Atlas naturgemäss herbeigezogen werden wird.
Am Schlüsse des Werkes wird ein alphabetisches Verzeichniss über die Namen der Stammpflanzen,der Drogen und der erwähnten Chemikalien gegeben werden, sowie eine systematische Übersicht allerabgebildeten Gewächse.
Zu diesem »Atlas der offizineilen Pflanzen« soll ein Supplement erscheinen, in welches noch eineReihe medicinisch wichtiger Gewächse und die technisch wichtigen Pflanzen Aufnahme finden sollen.
Marburg und Berlik , im August 1893.
Arthur Meyer.
K. Schumann.